Universität, Technische Universität, Fachhochschule oder Kunsthochschule: Wer ein Studium in Deutschland beginnen möchte, hat die Auswahl unter ganz verschiedenen Hochschultypen.
Universität Die meisten Universitäten sind Volluniversitäten und bieten ein breites Fächerspektrum: Geistes- und Sozialwissenschaften, Natur- und Technikwissenschaften sowie Jura. Die deutschen Universitäten setzen auf die Einheit von Forschung und Lehre. Professoren und Dozenten unterrichten nicht nur, sondern arbeiten auch selbst in der Forschung. Die Studierenden und Doktoranden werden oft in die Projekte einbezogen und lernen früh selbstständiges Arbeiten. Ein Universitätsabschluss qualifiziert für den Beruf, aber auch für eine weitere Laufbahn in der Wissenschaft.
Technische Universität Für Technikbegeisterte mit Interesse an wissenschaftlichen Fragen sind die Technischen Universitäten (TU) und Technischen Hochschulen (TH) ideal für ein Hochschulstudium. Zu den Schwerpunkten gehören ingenieurwissenschaftliche und naturwissenschaftliche Studiengänge – ergänzt durch Medizin, Management und Wirtschaft. Die neun größten Technischen Universitäten haben sich zur Initiative TU9 zusammengeschlossen.
Fachhochschule Die rund 200 deutschen Fachhochschulen (FH) verstehen sich als Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Das in der Regel straff organisierte Studium ermöglicht Studierenden, neben dem theoretischen Wissen durch Praxissemester erste Berufserfahrung zu sammeln. Auch Fachhochschulen haben ein großes Studienangebot, nur Medizin und Jura kann man hier nicht studieren. Sie besitzen außerdem kein Promotionsrecht.
Kunsthochschule Studierende mit künstlerischem Talent finden an den 50 staatlich anerkannten Kunst-, Musik- und Filmhochschulen exzellente Ausbildungsbedingungen. Wer an einer dieser Hochschulen ein Studium beginnen will, muss vorher häufig eine anspruchsvolle Eignungsprüfung bestehen. Das Studium selbst bietet meist viele Freiheiten, um eigene künstlerische Schwerpunkte zu setzen. Bei Studierenden aus dem Ausland sind die deutschen Musikhochschulen besonders beliebt.
Privathochschule Die rund 100 staatlich anerkannten privaten Hochschulen setzen bei der Ausbildung ihrer Absolventen auf einen hohen Praxisanteil. Kleine Lerngruppen, gute Kontakte in die Wirtschaft und kurze Studienzeiten machen diese Hochschulen interessant. Die Studiengebühren an den Privaten liegen zwischen 1800 und 4700 Euro pro Semester. Ganz wichtig: Private Hochschulen müssen staatlich anerkannt sein, sonst kann es Probleme mit der Anerkennung der Abschlüsse geben.














