Mit einem Publikumstag ging am Sonntag (19.2.) die diesjährige Berlinale zu Ende. Zu sehen waren in den vergangenen zehn Tagen fast 400 Filme. Als besten Film zeichnete die Jury «Cäsar muss sterben» der Brüder Taviani mit dem Goldenen Bären aus.
Als bester Regisseur konnte Christian Petzold einen Silbernen Bären für sein DDR-Drama "Barbara" mit Nina Hoss in der Hauptrolle entgegennehmen. Weitere Silberne Bären gab es für Rachel Mwanza ("Rebelle") und Mikkel Boe Følsgaard ("Eine königliche Affäre") als beste Darsteller.
Die Preise für das beste Drehbuch gingen an Nikolaj Arcel und Rasmus Heisterberg, ebenfalls für "Eine königliche Affäre". Für seine Kameraführung in "White Deer Plain" wurde Lutz Reitemeier prämiert.
Den großen Preis der Jury erhielt Lutz Fliegauf für "Just the Wind" über die Ermordung einer Roma-Familie in Ungarn. Über den Alfred-Bauer-Preis freute sich Miguel Gomes für "Tabu".
Entschieden hat über die Preisvergabe eine internationale Jury unter der Leitung des britischen Regisseurs Mike Leigh. Im Wettbewerb um den Goldenen und die Silbernen Bären standen insgesamt 18 Filme, unter ihnen drei deutsche Produktionen.
Die Berlinale habe als politisch sensible Bühne des internationalen Films berührende und eindringliche Einblicke in die Welt ermöglicht, erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann in seiner Gratulation zum Ende der Festspiele.
Mit fast 300.000 verkauften Karten hat sich die Berlinale auch in diesem Jahr wieder als größtes Publikumsfestival präsentiert. "Das Publikum strömt ins Kino und feiert Stars wie Shah Rukh Khan, Angelina Jolie, Isabelle Huppert oder Christian Bale", konnte sich Kosslick bereits zur Halbzeit des Festivals freuen.
Die Bundesregierung hat die Berlinale auch in diesem Jahr aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers mit über 6,5 Millionen Euro gefördert.
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