Die Vietnamesisch-Deutsche Universität (Vietnamese-German University, VGU) ist die erste autonome staatliche Hochschule Vietnams in Ho-Chi-Minh-Stadt. Sie wurde auf Grundlage eines Kooperationsabkommen zwischen der Sozialistischen Republik Vietnam und dem Land Hessen gegründet und lehnt sich eng an das deutsche Universitätsmodell an. Diese Struktur hatte der vietnamesische Erziehungsminister und Vizepremier Professor Nguyen Thien Nhan, der selbst in Deutschland studiert hat, vorgeschlagen. Daher setzt die VGU konsequent auf das Prinzip der Einheit von Forschung und Lehre. Den Lehrbetrieb für Bachelor- und Masterstudiengänge nahm sie im September 2008 auf, derzeit sind mehr als 200 junge Männer und Frauen eingeschrieben. Im Herbst 2010 eröffnete das erste von fünf geplanten Forschungszentren unter dem Dach des Research Centre for High Tech Engineering. Hier werden jedes Jahr fünf neue Doktoranden aufgenommen. Die Hochschule konzentriert sich inhaltlich auf Technik und Naturwissenschaften. Die Studienangebote werden von deutschen Partneruniversitäten entwickelt und bisher vor allem mit deutschem Lehrpersonal in Ho-Chi-Minh-Stadt umgesetzt. Präsident der VGU ist Professor Wolf Rieck, ehemaliger Präsident der Fachhochschule Frankfurt a.M.
Bisher befinden sich die meisten Einrichtungen der VGU auf dem Campus der National University of Ho-Chi-Minh City. Mit dem Bau eines ca. 45 Hektar großen eigenen Campus in der Binh Duong Provinz, 40 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, soll Mitte 2012 begonnen werden. Der Bau wird maßgeblich von der Weltbank mit einem Kredit über 180 Millionen Dollar gefördert.














