Ein überzeugender Auftritt auf der Expo in Shanghai bildet den Höhepunkt der dreijährigen Veranstaltungsreihe „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“. Zwischen Herbst 2007 und Herbst 2009 machte sie in fünf wichtigen chinesischen Regionalmetropolen Station. Millionen Menschen interessierten sich für Ausstellungen, Aufführungen und Festivals der bisher größten deutschen Veranstaltungsreihe im Ausland. Die Expo in Shanghai ist die sechste und letzte Station. Als einziger Teilnehmer der Expo, der weder Staat noch Stadt, Region, Internationale Organisation oder Unternehmen ist, präsentiert sich „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ auf der Weltausstellung mit dem „Deutsch-Chinesischen Haus“. Das Haus ist nicht nur das architektonische Highlight des Auftritts, sondern auch ein zukunftsweisendes Beispiel für den Bau mit Naturmaterial. Es ist die einzige selbsttragende, zweigeschossige Konstruktion aus Bambus auf der Weltausstellung. Darüber hinaus ist das Gebäude eine künstlerische Auseinandersetzung mit nachhaltiger Urbanisierung, dem Schwerpunktthema der Veranstaltungsreihe. Das Konzept des „Deutsch-Chinesischen Hauses“ stammt von dem Designer und Installationskünstler Markus Heinsdorff. Bereits für die vorherigen Stationen hatte er rund 20 filigrane Pavillons aus Bambus konstruiert und den in China traditionsreichen Baustoff so zu einem Markenzeichen der Veranstaltungsreihe gemacht. Nach und nach finden die nachhaltigen Pavillons ein neues Zuhause. Sie gehen an chinesische, aber auch ausländische Institutionen, darunter den Botanischen Garten von Shanghai, die Tongji Universität, die Stadt Shenyang, das Vitra Design Museum und die Internationale Gartenbau-Ausstellung Xian 2011. Das „Deutsch-Chinesische Hauses“ ist ein Bambus-Membranbau mit einer begehbaren Fläche von 330 Quadratmetern über zwei Etagen. An der Längsachse der großzügigen Halle im Untergeschoss können die Besucher an einem interaktiven Stadtspiel teilnehmen, das seit Monaten das Publikum begeistert. In kleinen Gruppen treten die Besucher vor eine Leinwand und werfen bewegend und hüpfend ihre Schatten an die Wand. Intelligente Software verwandelt die Körperumrisse in Häuser und Bäume, in Elektrizität und Wasser. Wie durch Geisterhand entstehen in Echtzeit Stadtblöcke, die mit jeder Gruppe zu einer noch größeren Stadt zusammenwachsen. Im September konnte das „Stadtspiel – Gemeinsam in Bewegung“ bereits den 400000sten Teilnehmer begrüßen.////
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