Meeresforschung in Kolumbien
Leuchtturm in der Meeresforschung: Im deutsch-kolumbianischen Institut „CEMarin“ in Santa Marta untersuchen Wissenschaftler die artenreichen Gewässer vor den Küsten Kolumbiens und deren nachhaltige Nutzung. Ein Schwerpunkt neben der marinen Forschung ist das Promotionsprogramm, das Doktoranden auf eine Führungsrolle in der Meeresforschung vorbereitet. Das 2010 eröffnete Institut ist eines von vier neuen DAAD-Exzellenzzentren weltweit, die vom Auswärtigen Amt im Rahmen der Außenwissenschaftsinitiative gefördert werden.
Rekonstruktion der Klimageschichte des Roten Meeres
Meeresforschung und Völkerverständigung: Forscher vom IFM-GEOMAR, dem Leibniz-Institut für Meereswissenschaften in Kiel, haben 2010 ein einzigartiges Projekt zwischen Deutschland, Israel und Palästina angestoßen. Im Roten Meer, einem artenreichen, aber fragilen Ökosystem, entwickeln die drei Partner ein neues Verfahren, um anhand von Korallen Umweltbelastungen im Roten Meer zu erforschen. Zudem will das Projekt, bei dem Wissenschaftler, Doktoranden und Studenten zusammenarbeiten, einen Beitrag zum Friedensprozess in der Region leisten.
Mehr Schutz vor Tsunami-Katastrophen im Indischen Ozean
Technologie, die Leben rettet: Zusammen mit Indonesien hat Deutschland seit 2005 ein Tsunami-Frühwarnsystem (GITEWS) aufgebaut. Das GITEWS ist Teil eines regionalen Frühwarnsystems im Indischen Ozean, das die Bevölkerung in der Region nach Seebeben rechtzeitig vor verheerenden Tsunami-Wellen wie bei der Katastrophe im Dezember 2004 warnen soll. Das moderne System aus Bojen und Sensoren, in das auch Erkenntnisse der Erdbebenforschung eingeflossen sind, wurde maßgeblich vom GeoForschungsZentrum (GFZ) Potsdam mitentwickelt.
Mangroven zum Küstenschutz auf den Philippinen
7100 Inseln und 36000 Kilometer Küste: Auf den Philippinen macht sich der Klimawandel durch Überschwemmungen, Erdrutsche und Landverlust bemerkbar. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt daher den Küstenschutz. Auf der Insel Negros machen die Einwohner mobil gegen Landverlust und steigenden Meeresspiegel, indem sie Mangrovenwälder aufforsten. Für den natürlichen Schutzwall gegen Überschwemmungen werden jedes Jahr mit deutscher Hilfe bis zu 400000 neue Bäume gepflanzt.
Nachhaltige Fischerei im Korallendreieck
Es ist eines der außergewöhnlichsten Ökosysteme: Das Korallendreieck zwischen Indonesien, Malaysia, Papua-Neuguinea, den Philippinen, den Solomon-Inseln und Osttimor ist Lebensraum für 3000 Fisch- und 500 Korallenarten. Die von den Anrainern ins Leben gerufene und von Deutschland von 2008 bis 2010 im Rahmen der internationalen Klimaschutzinitiative unterstützte Korallendreieck-Initiative setzt sich für Umweltschutz und nachhaltige Fischerei in der Region ein. Hauptziel: der Aufbau zweier großer Schutzgebiete.
Klimaschutz für die Pazifik-Inseln
Fidschi, Tonga, Vanuatu: Die drei Inselstaaten sind Pilotländer eines Klimaschutzprojektes in der Pazifik-Region. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Regierungen in Tonga, Vanuatu und Fidschi sowie die Regionalorganisation Secretariat of the Pacific Community (SPC). Ziel ist es, politische Klimaschutz-Strategien auszuarbeiten. Schwerpunkte des Programms sind Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Landnutzungsplanung.
Korallenschutz im Westpazifik
Mehr als 2000 tropische Inseln und Atolle: Archipele wie die Föderierten Staaten von Mikronesien, die Marshallinseln und die Republik Palau spüren besonders die Folgen des Klimawandels. Der Meeresspiegel steigt, Küsten brechen weg, Grundwasser versalzt. Dagegen stellen sich die Inselregierungen und regionale Klimaschutzinitiativen wie die „Micronesia Challenge“. Mit deutscher Unterstützung wollen sie 30 Prozent der Korallenbestände und 20 Prozent der Küsten bis 2020 vor dem steigenden Meeresspiegel und dadurch bedingter Erosion schützen.














