Europas größte Karibu-Herde äst in Niedersachsens Landeshauptstadt. Genauer: in der neuen Kanadalandschaft des Erlebnis-Zoos Hannover. Rund 100 Tiere, verteilt auf 15 Arten, leben in „Yukon Bay“. Im Mai dieses Jahres wurde die 22000 Quadratmeter große Themenwelt nach siebenjähriger Planungs- und zweijähriger Bauzeit eröffnet. „Selbstverständlich können wir uns nicht mit dem kanadischen Yukon Territory messen“, sagt Zoodirektor Klaus-Michael Machens. „Aber wir versuchen, in unserem Zoo einen emotionalen Eindruck dieser beeindruckenden Landschaft zu vermitteln.“
Was dieses Ziel anbelangt, scheinen die Verantwortlichen der Yukon Bay auf einem guten Weg zu sein. Bei Klaus-Michael Machens sind bereits die ersten Postkarten deutscher Kanada-Urlauber eingetroffen, die sich – inspiriert vom Zoobesuch – nach Übersee aufmachten und ihm begeistert vom Yukon Territory berichteten.
Neben den Karibus, die aus dem Zoo sauvage de St-Félicien in Québec stammen, können in Hannover zahlreiche weitere Bewohner der kanadischen Landschaft aus nächster Nähe bestaunt werde. Unweit der Huftier-Herde streunen ihre natürlichen Feinde durch den Zoo, die Timberwöfe. Auch die mächtigen, in freier Wildbahn allerdings bedrohten Waldbisons leben in Yukon Bay. Zwischen ihnen und den Salzwasser-Pools für Robben und Eisbären erhebt sich eine kleine Goldgräberstadt. Auch für Ihre Gestaltung ließ sich Zoodirektor Machens durch zwei Reisen an den Yukon inspirieren. Nachgebildet sind hier etwa die Yukon Saw Mill und die historische Bergbahn Duchess. Das Tourismusministerium des Yukon Territory unterstützt den Zoo mit Exponaten, Bildern und Filmen.
Auch die Bepflanzung der Yukon Bay orientiert sich an den Vorbildern aus Nordamerika: So wachsen in Hannover Streifen- und Zucker-ahorn sowie die Kanadische Hemlocktanne. Elaine Taylor, Tourismusministerin des Yukon Territory, zeigte sich denn auch vor kurzem bei ihrem Besuch in Niedersachsen beeindruckt von der deutschen Yukon Bay. „Diese unterschiedlichen Landschaften und Mini-Ökosysteme hier werden dem Zoo-Besucher sicherlich einen Einblick in den wirklichen Yukon vermitteln.“////















