Deutsche AIDS-Stiftung
Die Deutsche AIDS-Stiftung setzt sich nicht nur dafür ein, die Lebensbedingungen von HIV-positiven und an AIDS erkrankten Menschen in Deutschland zu verbessern, sondern hat ihr Engagement seit 2000 auch auf das südliche Afrika ausgeweitet. „Wir sehen AIDS als globale Herausforderung und wollen zumindest teilweise auch in Afrika mithelfen, das Leid, das durch diese Krankheit verursacht wird, zu lindern“, erklärt Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand. Derzeit unterstützt die Stiftung fünf verschiedene Projektträger in Südafrika, Namibia und Mosambik. „Unsere Hilfe im südlichen Afrika gilt daher Aidswaisen, Schwangeren und Kindern.“ So wird in Mosambik ein Behandlungszentrum für Schwangere finanziert, die HIV-positiv sind. Der Erfolg kann sich sehen lassen: Von den rund 700 Kindern, die dort jedes Jahr geboren werden, sind weniger als zwei Prozent mit dem Virus infiziert. Ein anderes Behandlungszentrum kümmert sich um 300 erkrankte Kinder, in Namibia wird 500 AIDS-Waisen der Schulbesuch ermöglicht, und in Südafrika werden Schulungen und Straßentheater zur Aufklärung finanziert. Die Gelder für Projekte kommen fast ausschließlich aus privaten Spenden. Auch viele Prominente wie der Schauspieler Hape Kerkeling (Foto) unterstützen die Arbeit.
www.aids-stiftung.de
Masifunde Bildungsförderung
„Wir glauben, dass Bildung der Schlüssel zur Lösung fast aller gesellschaftlichen Probleme ist“, sagt Jonas Schuhmacher, der Gründer von Masifunde. Hinter Masifunde stehen rund 30 Studenten und jungen Berufstätige aus Deutschland, von denen jeder länger in Südafrika war. Mit ihrem Verein engagieren sie sich in einem Township im südafrikanischen Port Elizabeth für Bildungsarbeit – und haben Beachtliches erreicht: 32 Kinder werden durch eine Patenschaft gefördert, 100 nehmen an einem außerschulischen Förderprogramm teil und weitere 100 Kinder profitieren indirekt, indem Masifunde Partnerprojekte, wie beispielsweise einen Kindergarten, finanziell unterstützt. Die Projekte werden von Masifunde nicht nur finanziert, sondern der Verein vermittelt auch Praktikanten aus Deutschland nach Port Elizabeth, die mit den lokalen Mitarbeitern Kinder und Jugendliche betreuen. Mit dieser gemeinschaftlichen Arbeit trägt Masifunde zum kulturellen Austausch und zur Völkerverständigung bei. Auch deshalb wurde der Verein 2008 mit dem renommierten Marion-Dönhoff-Förderpreises für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet.
www. masifunde.de
Betterplace
Moskitonetze für Tansania zum Schutz gegen Malaria, Trockentoiletten für bessere hygiensische Verhältnisse in Namibia oder die Ausbildung von Hebammen in Malawi, um die Kindersterblichkeit zu senken: Dies sind drei von rund 300 Hilfsprojekten in Afrika, für die bei betterplace Unterstützer gesucht und gefunden werden. Auf der Internetplattform können private Organisationen und Initiativen ihre Projekte in Deutschland und der ganzen Welt vorstellen und um Spenden werben. Für Projekte in Afrika wurden über das Portal bislang rund 300000 Euro gesammelt. In Afrika ist auch die Idee zu der Internetplattform entstanden Gründer und Geschäftsführer Till Behnke studierte in Südafrika. Während der zwei Jahre an der University of Cape Town engagierte er sich in einem Township in einem Häuserbauprojekt. Eine Zeit, die ihn nachhaltig geprägt hat. „Ich habe in Südafrika viele Menschen kennengelernt, die trotz ihrer schwierigen Situation Hoffnung gezeigt haben. Sie haben nach Wegen für ein besseres Leben gesucht. Diese Hoffnung wollen wir mit betterplace ein Stück weit in alle Welt tragen. Jeder der möchte, kann sich über unsere Internetplattform für soziale Projekte in Afrika engagieren – einfach, transparent und nachhaltig.“
www.betterplace.org
Kolpingwerk Altenhundem
36 Betten, zwei Ärzte, zwei Hebammen, zwölf Schwestern und rund 200000 behandelte Patienten – das ist das Kolpingkrankenhaus in Agbanto in Benin. Die Erfolgsgeschichte begann in den 80er-Jahren in einer Gaststätte im Sauerland. Dort traf Marcellin Djanato, Student aus Benin, auf Günther und Marianne Werthmann. Aus der zufälligen Begegnung wurde eine Freundschaft, die auch hielt, als der Beniner nach dem Studium in seine Heimat zurückkehrte. „Eines Tages bat uns Marcellin, ob wir ihm Medikamente schicken könnten, seine Familie war an Malaria erkrankt“, erinnert sich Günter Werthmann. Gemeinsam mit dem neu gegründeten Verein „Kolpingwerk Altenhundem Entwicklungshilfe“ unterstützten die Werthmanns den Bau eines Krankenhauses in Agbanto. Spenden – von Betten bis zum Röntgengerät – wurden organisiert und verschifft, bis das Krankenhaus 1998 öffnete. Seitdem finanziert der Verein die Gehälter und einen Teil der laufenden Kosten. Für seinen Einsatz erhielt das Ehepaar das Bundesverdienstkreuz. Und Benin ernannte Günter Wertheim zum „König ehrenhalber“.
www.entwicklungshilfe-lennestadt.de
Dreyer-Stiftung
Wassermangel, das wurde Gisbert Dreyer bei einem Besuch in Burkina Faso Anfang der 90er-Jahre schnell klar, ist das größte Problem des Ortes Dano im Südosten des Landes. Der Unternehmer aus München beschloss, etwas zu tun: Er baute einen Staudamm. Was als einzelnes Projekt begann, ist heute eine Stiftung, die eine Vielzahl von Vorhaben in Dano finanziert. „Wir kümmern uns um die Grundlagen, die gebraucht werden, damit sich die Menschen selber helfen können“, beschreibt Gisbert Dreyer den Stiftungszweck. Zu dieser Arbeit gehört für ihn auch die Modernisierung der Landwirtschaft: 90 Familien konnte bei der Bewässerung ihrer Felder und der Verbesserung der Anbaumethoden geholfen werden. Die Stiftung fördert dabei auch Agrarforschungsprojekte und lädt deutsche Wissenschaftler nach Dano ein. Der dritte Arbeitsbereich ist Bildung. Die Stiftung hat die Grundsanierung zweier Schulen in Dano finanziert und übernimmt die Schulspeisung von 1000 Kindern. Bei allem, was die Stiftung in Angriff nimmt, setzt sie auf die Zusammenarbeit mit den lokalen Autoritäten. Denn es sollen nur Projekte finanziert werden, die wirklich gebraucht werden. „Wir hoffen sehr, dass wir mit unseren Aktivitäten ein Beispiel für andere geben können“, sagt Gisbert Dreyer und hofft auf Nachahmer.
www.dreyerstiftung.de














