Weißrussland, die Ukraine, die Republik Moldau, Georgien, Aserbaidschan und Armenien heißen die Staaten, mit denen die Europäische Union eine engere Kooperation eingehen möchte. Mit einer Östlichen Partnerschaft, die auf einem EU-Gipfeltreffen am 7. Mai 2009 in Prag unterzeichnet wurde, sollen die Beziehungen der sechs Länder zur europäischen Staatengemeinschaft gefestigt werden. Ziel der Partnerschaft sei es, zu „Stabilität und Wohlstand an unserer östlichen Grenze beizutragen“, erklärten Vertreter der Europäischen Union in der tschechischen Hauptstadt.
Das Abkommen sieht mehrere Schwerpunkte vor. So sollen die sechs Länder allmählich in die EU-Wirtschaft integriert und ihre Rechtsvorschriften an jene der Europäischen Union angeglichen werden. Darüber hinaus sieht die Partnerschaft die Unterstützung der Länder bei der Entwicklung eines Freihandelsnetzes untereinander und die Vereinfachung der Einreisebedingungen in die EU bei gleichzeitiger Erfüllung bestimmter Sicherheitserfordernisse wie die Bekämpfung von Korruption, organisiertem Verbrechen und illegaler Migration vor.
Weitere Punkte sind Verbesserungen im Bereich der Energieversorgungssicherheit und die Unterstützung der Staaten in ihrer sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung – vor allem mit Blick auf die erheblichen wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in den Partnerländern, wie es bei der EU heißt. Intensive und kontinuierliche Unterstützung verspricht die Europäische Union bei den Reformbemühungen in den osteuropäischen und kaukasischen Ländern sowie beim Aufbau der staatlichen Institutionen wie Gerichte oder Behörden.














