Die 622 Parlamentarier sind im Schnitt 49 Jahre alt, mit 204 sind knapp ein Drittel von ihnen Frauen, und unter den Berufsgruppen dominieren die Juristen. Besonders auffällig ist auch die Anzahl der Neuparlamentarier: Bei den Wahlen zum 17. Deutschen Bundestag am 27. September 2009 erhielten 200 neue Abgeordnete ein Mandat. Insgesamt gewachsen ist der Bundestag auch wegen der Zahl der Überhangmandate: Im Parlament sind elf Abgeordnete mehr vertreten als am Ende der vergangenen Legislaturperiode von 2005 bis 2009. Genau 44005575 Wahlberechtigte haben den neuen Bundestag gewählt. Damit erreichte die Wahlbeteiligung mit 71 Prozent einen Tiefstand in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Jahrgang 1935 und Jahrgang 1985: Den ältesten und den jüngsten Abgeordneten der 17. Wahlperiode trennen fünf Jahrzehnte: Als Alterspräsident, der die konstituierende Sitzung des Parlaments eröffnete, wurde der 73-jährige Heinz Riesenhuber (CDU) bereits zum zehnten Mal in den Bundestag gewählt. Unter den Nachwuchspolitikern kommt der jüngste Abgeordnete aus den Reihen der FDP: Florian Bernschneider, 22 Jahre alt und Student der Betriebswirtschaft, war nach seiner Wahl ein gefragter Interviewpartner.
Internationale Biografien: Mit 16 Abgeordneten haben auch immer mehr Parlamentarier einen Migrationshintergrund. Ihre familiären Wurzeln liegen in der Türkei, in Iran, Indien, Polen, Kroatien oder Spanien.














