Ein Team mit viel Erfahrung
Eine Kanzlerin und 15 Bundesministerinnen und Bundesminister: Sie bilden Deutschlands neue Bundesregierung aus CDU/CSU und FDP. Am Kabinettstisch im Bundeskanzleramt überwiegen die Kräfte mit großer ministerieller Erfahrung auf Bundesebene. CDU/CSU übernehmen zehn Ministerien, die Liberalen leiten fünf Ministerien. Neu im Regierungsteam sind die Unionspolitiker Kristina Köhler, Norbert Röttgen, Ronald Pofalla und Peter Ramsauer sowie für die FDP Guido Westerwelle, Rainer Brüderle, Philipp Rösler und Dirk Niebel. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger von der FDP hatte bereits von 1992 bis 1996 das Amt der Justizministerin inne. Ihr Ressort behalten haben die beiden Ministerinnen Annette Schavan von der CDU sowie Ilse Aigner von der CSU. Im Verteidigungsministerium wirkt nun Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), der zuletzt dem Wirtschaftsministerium vorstand. Thomas de Maizière, einer der engsten Mitarbeiter von Kanzlerin Merkel, ist vom Chef des Kanzleramtes zum Innenminister aufgestiegen.
In diesem Amt folgt er einem politischen Routinier, der im neuen Kabinett eine Schlüsselfunktion innehat: Der erfahrene CDU-Politiker Wolfgang Schäuble – mit 67 Jahren zugleich das älteste Regierungsmitglied – leitet nunmehr das Bundesministerium der Finanzen. 35 Jahre jünger als Wolfgang Schäuble und damit das jüngste Mitglied im Kabinett ist Kristina Köhler. Die 32 Jahre alte Nachwuchspolitikerin der CDU übernahm nach dem Rücktritt von Bundesarbeitsminister Franz Josef Jung und einer Kabinettsumbildung am 27. November das Amt der Familienministerin. Politische Erfahrung sammelte die promovierte Soziologin seit 2002 im Deutschen Bundestag, wo sie sich als Abgeordnete vor allem mit den Themen Islam, Integration und Extremismus befasste. Im Zuge dieser Kabinettsumbildung hat die bisherige Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) das Ministerium für Arbeit und Soziales übernommen, das Ressort mit dem bei weitem größten Etat.














