Der in sommerliches Abendlicht gehüllte Reichstag im Regierungsviertel der deutschen Hauptstadt Berlin, das Brandenburger Tor als futuristisch leuchtendes Wahrzeichen einer modernen Metropole, mit bunten Graffiti überzogene Mauerreste neben gläsernen Bürotürmen oder die barocke Schönheit der wieder aufgebauten Dresdner Frauenkirche: Impressionen aus Deutschland, die zeigen, wie internationale Fotografinnen und Fotografen 20 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 auf Deutschland blicken. Insgesamt 31 Fotojournalisten aus 18 europäischen Ländern, den USA und Japan haben auf Einladung der DZT, der Deutschen Zentrale für Tourismus, Deutschland in den Fokus ihrer Kameras genommen. Sie beteiligten sich mit ihren Momentaufnahmen und Fotomontagen an dem internationalen Fotowettbewerb zum Thema „20 Jahre Fall der Mauer – Deutschland, ein faszinierendes Reiseland“, den die DZT zum runden Jahrestag des Mauerfalls initiiert hat. Auf Einladung der Marketingorganisation für das Reiseland Deutschland folgten die Fotoreporter den Spuren des Mauerfalls, besuchten Berlin und reisten in Bundesländer, die vor 1989 an den Eisernen Vorhang grenzten. „Die Bilder zeigen einen Spannungsbogen zwischen künstlerischer Darstellung und Dokumentation, der vollkommen neue Blickwinkel auf das Reiseland Deutschland eröffnet“, beschreibt Petra Hedorfer, Vorstandsvorsitzende der DZT, das Ergebnis des Wettbewerbs.
Bilder auf Welttournee
Unter dem Motto „Ein Augenblick Deutschland“ wählte eine Jury aus Tourismus, Medien, Politik und Kultur aus den 93 Fotoarbeiten unter den Aspekten künstlerischer Anspruch, historischer Bezug und touristische Relevanz die besten Motive aus. Im Mai wurden in Rostock mit Gianluca Santoni aus Italien (Platz 1), Eduardo Grund aus Spanien (Platz 2) und Irisz Lukács aus Ungarn (Platz 3) die drei Gewinner des Wettbewerbs ausgezeichnet. Die Bilder der Preisträger sind jetzt zusammen mit allen anderen Fotos, die eingereicht wurden, in einer weltweiten Ausstellung zu sehen und reisen bis Ende 2009 um den Globus. In 21 Ländern werden die Fotos für das Reiseland Deutschland werben und das wiedervereinte Deutschland aus interessanten Blickwinkeln zeigen.
1. Preis
Gianluca Santoni, Italien
Faszination, Tragik und Symbolhaftigkeit: Das sieht der italienische Fotograf gleichermaßen in der Geschichte der Mauer. Er interpretiert sie als Paradigma für den Kampf für Freiheit und Menschenrechte. Santoni, 1963 in Viareggio geboren, stellt in seinen Arbeiten meist die geokulturellen Räume Europas und Asiens in den Mittelpunkt. Seine Fotos erschienen in renommierten Magazinen und erhielten mehrere Preise.
2. Preis
Eduardo Grund, Spanien
Die Dualität und die unterschiedlichen Gesichter des ehemals geteilten Deutschland: Dieses Thema nimmt der spanische Fotograf mit seinen fotografischen Gegenüberstellungen unter dem Titel „Dichotomie” auf. Er rückt dabei die Hauptstadt Berlin in den Fokus – für ihn eine Stadt, die vorwärts blickt, ohne die Vergangenheit zu vergessen. Grund, 1968 in Malaga geboren, ist seit 1987 als Profifotograf tätig.
3. Preis
Irisz Lukács, Ungarn
Sie hat die gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland und Osteuropa als Augenzeugin erlebt: Irisz Lukács ist in Ungarn und in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen und pendelte zwischen beiden Welten. Sie studierte Klavier und Germanistik in Budapest, machte aber ihre Leidenschaft für Fotografie zum Beruf. Heute ist sie Chefredakteurin des Reise- und Gourmetmagazins „Chili”, in dem ihre Fotos erscheinen.














