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Das Max-Planck-Institut für Quantenoptik und die King Saud Universität stehen in intensivem Forschungsaustausch

Mariella Höfle

© MPQ Thorsten Naeser

Spitzenforschung kann ihren Platz im internationalen Wettbewerb nur sichern, wenn sie sich den Gegebenheiten einer globalisierten Welt anpasst und auf Zusammenarbeit setzt. Deshalb haben das Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München und die King Saud Universität in Riad 2008 einen Kooperationsvertrag mit dem Ziel unterzeichnet, die Forschung in der Laserentwicklung und der Nanotechnologie voranzutreiben. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung neuer Technologien sowie der Austausch. Konkret heißt das: Während die saudiarabische Seite neben jungen und gut qualifizierten Wissenschaftlern, Geldmittel für die Projekte zur Verfügung stellt, bringt das Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) seine einzigartige Laser-Infastruktur sowie Forschungs-Know-how auf höchstem Niveau ein. „Das MPQ zählt zu den weltweit führenden Forschungsinstitutionen auf dem Gebiet der Photonik “, sagt der Projektkoordinator der King Saud Universität Professor Abdallah Azzeer. Am MPQ arbeitet auch der Physik-Nobelpreisträger 2005 Theodor Hänsch.

Die Kooperation sieht vor, dass arabische Wissenschaftler nach München kommen, um dort mit an der Entwicklung neuartiger Strahlenquellen zu arbeiten. Die drei Kooperationsprojekte dienen der Grundlagenforschung, können aber auch einmal wichtige Ergebnisse für die Industrie und Medizin liefern. Im Wettlauf um immer kleinere Halbleiterstrukturen und immer schnellere Computer könnte die Industrie etwa von einer neuen Lichtquelle im Extrem Ultravioletten entscheidend profitieren. „Eine Weiterentwicklung in den Bereich der Röntgenstrahlen könnte die Früherkennung von Krebserkrankungen revolutionieren“, sagt Professor Ferenc Krausz, Leiter der Zusammenarbeit seitens des MPQ. Ein langfristiges Ziel ist es, saudiarabische Fachkräfte mit der deutschen Spitzenforschung vertraut zu machen, damit sie eigene Forschungsarbeiten aufbauen können. Die Projektdauer ist zunächst für drei Jahre vorgesehen, beide Seiten beabsichtigen jedoch die Zusammenarbeit langfristig fortzusetzen.

20.07.2009
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