Ob mit deutscher HipHop-Musik, Sprachspielen, Gummibärchen oder der Handpuppe Kalle, die nur Deutsch spricht: Wenn die Lektorinnen und Lektoren des „DeutschMobils“ in Frankreichs Klassenzimmer kommen, beginnt eine interaktive Schulstunde, die Kindern und Jugendlichen von der Grundschule bis zum Collège (Mittelstufe) auf spielerische Art Lust auf Deutsch als Fremdsprache und die Kultur des Nachbarlandes machen will. Überall dort, wo das „DeutschMobil“ im Auftrag der Föderation der Deutsch-Französischen Häuser und der Robert Bosch Stiftung Schulen besucht, fährt es vor mit einem Kofferraum voller Informationen und Spielkisten. Ein Ansatz der Sprachanimation, der ein lebendiges Deutschlandbild vermittelt – und wieder mehr Interesse geweckt hat an Deutsch. Denn in Frankreich – dem engsten deutschen Partnerland in der EU – hatten junge Franzosen in der Vergangenheit weniger Begeisterung für die deutsche Sprache gezeigt. Das DeutschMobil unterstützt damit die Maßnahmen der beiden Regierungen, die 2003 zum 40. Jahrestag des Elyséevertrags beschlossen haben, die jeweilige Partnersprache umfassend zu fördern.
Aix-en-Provence, Bordeaux, Caen, Dijon, Lyon, Montpellier, Nancy, Nantes, Paris und Toulouse: Mittlerweile sind im Schuljahr zehn „DeutschMobile“ in Frankreich unterwegs und erreichen so viele Regionen des Landes. In ihrem Minibus haben die jungen Lektoren aus Deutschland seit 2001 nicht nur mehr als 800000 Kilometer zurückgelegt, sondern auch rund 6500 Schulen besucht und mehr als 400000 Schüler getroffen. Die Bilanz kann sich sehen lassen: In den Schulen, wo die Sprachbotschafter unterrichteten, ist die Zahl der Schüler, die Deutsch als erste Fremdsprache lernen, im Schnitt um 25 Prozent gestiegen. Dort, wo es als zweite Fremdsprache angeboten wird, sogar um 50 Prozent. Seit 2002 hat das „DeutschMobil“ mit dem „FranceMobil“ ein Pendant jenseits des Rheins, das zeigt: Das gegenseitige Lernen der Partnersprache ist für Deutschland und Frankreich keine Einbahnstraße. Und für die mehrfach ausgezeichnete Sprachinitiative ist die nächste Lektoren-Generation schon bereit, das Steuer zu übernehmen. Gute Fahrt! Bonne route!
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