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Auf Bärenjagd bei der Berlinale

© dpa

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Großes internationales Kino in Berlin: Zu den 62. Internationalen Filmfestspielen (9. bis 19.2.) erwartet die deutsche Hauptstadt erneut viele berühmte Schauspieler, Regisseure und Filmstars aus aller Welt als Gäste. Hollywood-Star Angelina Jolie, Teenie-Schwarm Robert Pattinson und die zweifache Oscar-Preisträgerin Meryl Streep, die in diesem Jahr mit dem Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk geehrt wird, gehören zur Filmprominenz, die ihr Kommen zugesagt hat. Als politisches und gesellschaftskritisches Filmfestival bietet die Berlinale jedoch mehr als nur Starrummel. Ernsthafte Themen, mit denen sich Filme und Dokumentationen beschäftigen, drehen sich etwa um den chinesischen Künstler Ai Weiwei und um eine afrikanische Kindersoldatin aus dem Kongo. Gleich mehrfach werden Beiträge über den arabischen Frühling in Nordafrika sowie über die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima in Berlin auf der Kinoleinwand gezeigt.

Insgesamt sind beim weltgrößten Publikumsfestival an den zehn Tagen insgesamt rund 400 Filme zu sehen. 18 von ihnen – alle Weltpremieren – gehen im offiziellen Wettbewerb in das Rennen um die Silbernen und den Goldenen Bären. Chancen auf die prestigeträchtige Auszeichnung für den besten Film haben in diesem Jahr gleich drei deutsche Regisseure. Hans-Christian Schmid ist mit „Was bleibt“ (mit Lars Eidinger und Corinna Harfouch in den Hauptrollen) bereits zum vierten Mal im Wettbewerb. Christian Petzold tritt mit „Barbara“ (mit Nina Hoss als Hauptdarstellerin) zum dritten Mal in der Hauptreihe an. Und Matthias Glasner ist nach seinem viel diskutierten Drama „Der freie Wille“ zum zweiten Mal dabei: Sein neuester Film „Gnade“ zeigt Jürgen Vogel und Birgit Minichmayr in den Hauptrollen. Außer Konkurrenz läuft in der Berlinale-Reihe „Special“ Doris Dörries Liebesfilm „Glück“, der nach einer Erzählung des deutschen Autors und Anwalts Ferdinand von Schirach entstand.

Mit dem Thema „Changing Perspectives“ feiert in diesem Jahr auf der Berlinale der „Talent Campus“ seinen 10. Geburtstag: 350 junge Filmemacher aus rund 90 Ländern kommen dann erneut eine Woche lang mit Profis der internationalen Filmbranche zusammen, die die Talente dabei unterstützen, ihre Filmprojekte weiterzuentwickeln.

© www.magazin-deutschland.de

31.01.2012
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