Der rote Teppich für die Filmstars ist ausgerollt: Auf der Biennale di Venezia, dem ältesten Filmfestival der Welt, konkurrieren in diesem Jahr 24 Filme um den begehrten „Goldenen Löwen“ – darunter auch drei Produktionen aus Deutschland. Prominentester deutscher Vertreter im Wettbewerb der 67. Internationalen Filmfestspiele von Venedig (1. bis 11.9.) ist der Regisseur Tom Tykwer. Er stellt seine Tragikkomödie „Drei“ vor und wetteifert damit zusammen mit weiteren bekannten Filmemachern wie Sofia Coppola und François Ozon um die Gunst von Jury-Präsident Quentin Tarantino.
Mit seinem neuen Film besinnt Tykwer sich auf seine Wurzeln: Die Geschichte über ein Paar um die vierzig in Berlin, das sich neu verliebt – und zwar in denselben Mann – ist Tykwers erster auf Deutsch gedrehter Film seit rund zehn Jahren. International stand der deutsche Film in der Vergangenheit häufiger im Scheinwerferlicht. Mit faszinierenden Schauspielern, einfallsreichen Regisseuren, intelligenten Produzenten, guten Geschichten und innovativer Filmförderung zeigte sich das deutsche Kino von einer spannenden Seite. Einen grandiosen Erfolg landete zum Beispiel der deutsche Regisseur Florian Henkel von Donnersmarck. Gleich mit seinem Debütfilm, dem Stasidrama „Das Leben der Anderen“, gewann er 2007 den Auslandsoscar. Alleine in den USA spielte der Film mehr als zehn Millionen Dollar ein.
Seit den 80er-Jahren war der deutsche Film im Ausland nicht mehr so erfolgreich wie heute, vermeldet auch „German Films“. Die Vermarktungsagentur organisiert etwa die Auswahl deutscher Filme bei großen Festivals wie Venedig und Cannes und veranstaltet weltweit mit Partnern deutsche Filmfestivals. Internationale Strahlkraft verleihen dem Filmland Deutschland auch renommierte Festivals wie die Berlinale (jedes Jahr im Februar) oder bekannte Filmstudios wie das Studio Babelsberg – eines der wichtigsten Filmzentren Europas und regelmäßiger Drehort für große Hollywood-Blockbuster.
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