Wende-Treppe veranschaulicht Berlins Wandel
Sie ist rot und nicht zu übersehen: Auf dem Potsdamer Platz informiert eine auffällige Treppe über das Themenjahr 2009. Neben dem Ausblick von ihrem Dach erfahren Besucher mehr über die Tour der Wanderbox – einer mobilen Ausstellung –, die an verschiedenen Orten über den Wandel Berlins seit 1989 berichtet. www.mauerfall09.de
Open-Air-Ausstellung erinnert an die friedliche Revolution
Auf dem Alexanderplatz in Berlin ist vom 7. Mai bis 14. November eine Freilicht-Ausstellung zur friedlichen Revolution zu sehen. Sie dokumentiert auf Deutsch und Englisch die politisch-gesellschaftlichen Entwicklungen in der DDR, die zur Wende geführt haben. www.havemann-gesellschaft.de
Das Jahr 1989: Bilder einer Zeitenwende
Die Fotoausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin (30. Mai bis 30. August) veranschaulicht den Zusammenbruch der DDR. In vier Themenräumen entfaltet die Ausstellung das Panorama der Jahre 1989 und 1990. Sie beginnt mit einem Rückblick auf die achtziger Jahre, führt danach durch die Chronologie der politischen Ereignisse von 1989 und zeigt die friedliche Revolution und den Blick des Westens auf die Ereignisse. www.dhm.de
Kunst und Kalter Krieg: Deutsche Positionen 1945–1989
Kunst aus Ost- und Westdeutschland im Kontext des Ost-West-Konfliktes: Dieses Thema greift die Ausstellung „Kunst und Kalter Krieg“ auf, die im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg (27. Mai bis 6. September) und im Deutschen Historischen Museum Berlin (3. Oktober bis 10. Januar 2010) zu sehen ist. Die Ausstellung umfasst etwa 300 Werke von 120 Künstlern. Sie stellt die Frage nach Kontinuität oder Neubeginn in der Kunst nach 1945, zeigt den Streit um das Menschenbild in den fünfziger Jahren und den Umgang der Künstler mit dem Trauma der Vergangenheit in den sechziger Jahren. Weitere Aspekte sind die Kunst des Wirtschaftswunders sowie die nonkonforme DDR-Kunst. www.dhm.de
Auftritt der Marionetten: Theaterspektakel in Berlin
Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls zeigen die Berliner Festspiele vom 1. bis 4. Oktober ein Theaterspektakel unter freiem Himmel und bei freiem Eintritt. Die legendäre französische Straßentheater-Compagnie „Royal de Luxe“ erzählt mit ihren bis zu 13 Meter großen Marionetten an Orten wie dem Boulevard Unter den Linden, der Straße des 17. Juni oder dem Brandenburger Tor ein Märchen vom Wiederfinden nach langer Trennung. www.berlinerfestspiele.de
Mit der S-Bahn in den Westen: Theater auf der Linie 2
„Mit der S-Bahn in den Westen“ heißt ein Berliner Ausstellungs- und Theaterprojekt, das vom 1. September bis 30. November läuft. Dabei werden in S-Bahn-Waggons der Linie 2 verschiedene kurze Theaterstücke aufgeführt, die auf DDR-Zeitzeugenberichten basieren. www.notaufnahmelager-berlin.de
Geschichtsforum und -festival: Diskussionen über die Wende
„Aufbruch 89 – Wege aus der deutschen und europäischen Teilung“: Das ist der Titel eines internationalen Forums, das vom 28. bis 31. Mai in Berlin stattfindet und von der Bundeszentrale für politische Bildung, der Kulturstiftung des Bundes und weiteren Partnerinstitutionen ausgerichtet wird. Die Diskussion über das Wendejahr 1989 wird durch drei weitere Schwerpunkte ergänzt: die Geschichte der kommunistischen Diktaturen in Deutschland und Mittel- und Osteuropa, die Parallel- und Beziehungsgeschichte des geteilten Deutschlands und die Entwicklung in Deutschland und Europa seit 1989. www.geschichtsforum09.de
„After the fall“: Theaterprojekt des Goethe-Instituts
Das Goethe-Institut organisiert im Gedenkjahr weltweit rund 60 Veranstaltungen zum Thema Mauerfall. 17 Dramatiker aus 15 europäischen Ländern beteiligen sich zum Beispiel an dem großen Theaterprojekt „After the fall – Europa nach 1989“. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer in Berlin setzen sie sich in ihren Theaterstücken mit dem Wandel in Deutschland und Europa auseinander. Gezeigt werden die Inszenierungen an Theatern in ganz Europa. Zum Abschluss des Theaterprojekts laden das Staatsschauspiel Dresden und das Theaterbüro Mülheim an der Ruhr im November 2009 eine Auswahl der Stücke zu Aufführungen nach Deutschland ein. www.goethe.de
„Mauerreise“ fördert den Austausch über Grenzen
Zypern, Israel, Palästina, Jemen und Korea: Das sind die Stationen einer besonderen Mauerreise, die im Mai in Berlin beginnt. Die Idee: Künstler, Intellektuelle und Jugendliche aus den genannten Ländern setzen auf Einladung des Goethe-Instituts ihre Erfahrungen von Grenze und Teilung künstlerisch-kreativ auf 20 symbolischen „Mauersteinen“ um, die von Berlin aus in ihre Länder verschickt werden. Im Oktober kehren die Steine nach Berlin zurück. Hier stehen sie vom 7. bis 9. November zum „Fest der Freiheit“ am Brandenburger Tor zusammen mit über tausend in Deutschland gestalteten Steinen, die in einem „symbolischen Mauerfall“ zu Fall gebracht werden. www.goethe.de
„Grenzüberschreitungen“: Wettbewerb für Filmemacher
Zum dritten Mal haben das Goethe-Institut und die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ den internationalen Kurzfilmwettbewerb „Grenzüberschreitungen“ gestartet. Junge Filmemacherinnen und Filmemacher sind dazu aufgerufen, sich mit den geografischen und zivilisatorischen Grenzüberschreitungen von 1939 – dem Beginn des Zweiten Weltkriegs – sowie den gesellschaftlichen Folgen nach 1989 auseinanderzusetzen. Aus 33 Kurzfilmen werden im Juli die Preisträger bekanntgegeben. www.goethe.de
INTERNATIONALE VERANSTALTUNGEN
„20 Jahre Freiheit. Deutschland sagt Danke!“ – Feier mit den osteuropäischen Nachbarn
Mit einer Veranstaltungsreihe in Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn feiert Deutschland mit seinen osteuropäischen Nachbarn den Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs. Filme, Konzerte, Performances, Fotowettbewerbe, Diskussionen und Informationen zu den Ereignissen von 1989 in Deutschland und Osteuropa stehen auf dem Programm der Veranstaltung „20 Jahre Freiheit. Deutschland sagt Danke!“, die das Auswärtige Amt zusammen mit seinen Auslandsvertretungen organisiert. Stationen der Tour sind Prag (29. Mai bis 1. Juni), Warschau (6. bis 8. Juni), Danzig (13. bis 14. Juni), Bratislava (19. bis 21. Juni) und Budapest (25. bis 27. Juni). www.auswaertiges-amt.de/20JahreFreiheit
„Freedom without walls“: Deutsche Botschaft Washington zeigt Fotoausstellung
Unter dem Motto „Freedom without walls“ erinnert das German Information Center (GIC) der Deutschen Botschaft Washington an 20 Jahre Mauerfall und den Fall des Eisernen Vorhangs. Zu den Veranstaltungen gehört etwa die Fotoausstellung „Berlin Kreuzberg SO36 – Before and After the Fall of the Wall“ von Peter Frischmuth. Der Fotograf zeigt Aufnahmen aus Berlin-Kreuzberg, dem Bezirk, der mit dem Bau der Mauer in eine Randlage geriet. Nach seinem Besuch 1982 hat Frischmuth 25 Jahre später die Orte und Menschen von damals wieder besucht und fotografiert. Die Fotos sind bis zum 22. Mai im Goethe-Institut Washington zu sehen. Danach werden sie in San Francisco, Los Angeles, Atlanta und Miami gezeigt. www.germany.info
Erinnerung an die Montagsdemonstrationen: „Leipzig Woche“ der Deutschen Botschaft London
Mit Fotoausstellungen, Lesungen, Filmvorführungen, Konzerten und Konferenzen erinnert die Deutsche Botschaft London dieses Jahr in Großbritannien an den Fall der Mauer. Bei der „Leipzig Woche“ vom 7. bis 11. September organisiert die Botschaft ein Symposium zu den Montagsdemonstrationen und begrüßt berühmte Leipziger in London: das Gewandhausorchester und den Maler Neo Rauch. www.london.diplo.de
Internationale Ausstellung der Bundesstiftung
Den Weg „Von der Friedlichen Revolution zur Deutschen Einheit“ zeichnet eine Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Hertie-Stiftung nach. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amts wird die Ausstellung in mehr als 100 deutschen Botschaften, Konsulaten, Schulen sowie in Goethe-Instituten gezeigt, die Texte dazu werden in 15 Sprachen übersetzt. www.stiftung-aufarbeitung.de/ausstellung89
„Zwei deutsche Architekturen“: Ausstellung zur Entwicklung der Baukunst
Einen Rückblick auf die Architektur im geteilten Deutschland unternimmt das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) mit dieser Ausstellung, die es mit dem Goethe-Institut und der Deutschen Botschaft Madrid organisiert. Die Schau, die vom 18. Juni bis 31. August im spanischen Zaragoza zu sehen ist, geht den Divergenzen und Konvergenzen von scheinbar getrennten Architekturdiskursen nach und reißt den kulturellen und politisch-ökonomischen Kontext der beiden Architekturentwicklungen an. www.ifa.de
Einblicke in Schwarz-Weiß: „Helldunkel“ zeigt Fotografien aus Deutschland
Die ifa-Fotoausstellung wird vom 16. April an im „Haus der Begegnung mit der Geschichte“ in Warschau und danach im Muzeum Narodowe Danzig gezeigt. Die 126 Schwarz-Weiß-Fotografien von Barbara Klemm sind vor und nach der deutschen Einheit entstanden. Es sind Bilder von prekären wie alltäglichen Situationen, Demonstrationen, kulturellen Ereignissen und dem Stadt- und Landleben. www.ifa.de
Deutschland im Fokus: Wie Fotojournalisten aus dem Ausland das Land sehen
31 Fotojournalisten aus Europa, den USA und Japan zeigen ihren Blick auf Deutschland. Auf Einladung der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) reisten sie für den Foto-Wettbewerb „20 Jahre Mauerfall – Deutschland, ein faszinierendes Reiseland“ durch Deutschland, besuchten Berlin und Bundesländer, die bis 1989/1990 an den Eisernen Vorhang grenzten. Die Fotos werden im Mai prämiert. Von Mitte Juni an sind sie in einer Ausstellung zu sehen, die in Hamburg und im Anschluss im Ausland – etwa in DZT-Auslandsvertretungen – Station macht. www.deutschland-tourismus.de
Iron Curtain Trail: Auf den Spuren der gemeinsamen Geschichte Europas
Für fast ein halbes Jahrhundert teilte der Eiserne Vorhang Europa. Nun wird die ehemalige Grenzlinie zwischen Ost und West zu einem einmaligen Fahrrad- und Wanderweg. Von der Barentssee an der norwegisch-russischen Grenze bis zum Schwarzen Meer führt der „Europa-Radweg Eiserner Vorhang“, kurz Iron Curtain Trail, auf einer Strecke von 6800 Kilometern am ehemaligen Grenzstreifen entlang. An dem Projekt beteiligt sind 20 Länder, darunter 14 EU-Mitglieder. Nach dem Vorbild des Berliner Mauerwegs und des deutsch-deutschen Grenzweges soll der Iron Curtain Trail Reisen auf den Spuren der gemeinsamen europäischen Geschichte ermöglichen. www.ironcurtaintrail.eu














