Bachelor Gut zwei Drittel aller Studienanfänger in Deutschland entscheiden sich für ein Bachelor-Studium. Die Studiengänge vermitteln in sechs bis acht Semestern die Grundlagen in einem Fach. Mit einem Bachelor-Abschluss kann man direkt auf Jobsuche gehen oder das Studium mit einem Master-Programm fortsetzen.
Die deutschen Hochschulen bieten rund 6000 verschiedene Bachelorstudiengänge – darunter zahlreiche international ausgerichtete Angebote, die in einer Fremdsprache unterrichtet werden. Anders als in manchen anderen Ländern, besuchen deutsche und internationale Studierende dabei dieselben Kurse. Viele Studentenwerke der Hochschulen organisieren für internationale Studienanfänger einen Newcomer-Service, der sie bei den ersten Schritten unterstützt. Eine sorgfältig nach verschiedenen Qualitätskriterien getroffene Auswahl von internationalen Studiengängen (auch für Masterkurse und strukturierte Promotionsprogramme)bietet der DAAD online unter
www.daad.de/international-programmes
Master Aufbauend auf einem Bachelor-Abschluss können Studierende in einem Master-Studiengang ihr Wissen vertiefen oder fächerübergreifend in zwei bis vier Semestern erweitern. Die deutschen Hochschulen bieten inzwischen über 5000 Master-Studiengänge an. Der Master ersetzt immer häufiger die früher in Deutschland üblichen Abschlüsse Diplom und Magister.
Ein spannendes Angebot für junge Führungskräfte aus Entwicklungsländern mit erster Berufserfahrung sind die rund 40 vom DAAD geförderten Aufbaustudiengänge mit entwicklungspolitischer Thematik. Sie sind besonders praxisbezogen und beschäftigen sich zum Beispiel mit Themen wie Development Management, Tropical Hydrogeology oder Renewable Energy. Die meisten dieser Programme werden in englischer Sprache angeboten, einige auch auf Deutsch. Interessenten aus Entwicklungsländern können für diese Master-Programme spezielle Stipendien beantragen. Mehr Informationen dazu gibt es unter:
www.daad.de/development
Promotion Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 25000 Akademiker promoviert – mehr als in jedem anderen europäischen Land –, unter ihnen rund 3600 aus dem Ausland. 2009 hatten sich 18000 internationale Doktoranden an deutschen Universitäten eingeschrieben – doppelt so viele wie vor zehn Jahren.
Es gibt viele verschiedene Wege zum Doktortitel. Grundsätzlich unterscheidet man in Deutschland zwischen der traditionellen Individualpromotion und den an die angelsächsische PhD-Ausbildung angelehnten strukturierten Promotionsprogrammen. Die inzwischen rund 600 häufig international ausgerichteten strukturierten Promotionsprogramme sind für internationale Graduierte besonders attraktiv. Sie setzen auf gute Betreuung, Teamarbeit und Praxisbezug und führen in etwa drei Jahren zum Doktortitel. Spezielle, interdisziplinär orientierte Graduiertenschulen öffnen Nachwuchswissenschaftlern zudem neue Horizonte. Eine Top-Doktorandenausbildung bieten auch die Research Schools der Forschungsinstitute wie Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaft.
www.daad.de/promotion














