Spitzenkakao zu fairen Bedingungen
Der Schokoladenhersteller Ritter Sport unterstützt seit 20 Jahren Kakao-Kooperativen in Nicaragua.
In Nicaragua unterstützt das Familienunternehmen mit dem Projekt Cacaonica Kakaobauern, sichert so ihre Lebensgrundlage und erhält die Waldbestände. 2700 Familien profitieren von Cacaonica – vor allem durch die Vermittlung von organisatorischem, betriebswirtschaftlichem und landwirtschaftlichem Know-how. Ritter Sport kooperiert dabei mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Sie vermittelt die Kontakte vor Ort, aber auch Wissen über ökologischen Landbau. Gut drei Millionen Euro hat das Familienunternehmen in den vergangenen zwei Jahrzehnten investiert, etwa in eine Ankaufs- und Trockenstation in Matagalpa. Von der Zusammenarbeit profitieren die Bauern, denen Ritter Sport höhere Preise als die gängigen Weltmarktpreise garantiert – und heute auch das Unternehmen, das sich qualitativ hochwertigen Kakao für die Schokoladenproduktion sichern kann.
Tabletten gegen Chagas
Bayer unterstützt die WHO seit Jahren im Kampf gegen die Tropenkrankheit Chagas – nun auch mit einem eigenen Mitarbeiterprojekt.
10 000 Menschen, vor allem in Mittel- und Südamerika, sterben jedes Jahr an der Tropenkrankheit Chagas. Sie wird durch Stiche blutsaugender Wanzen übertragen. Zehn Millionen Menschen sind bereits infiziert, 25 Millionen weitere gefährdet: Chagas ist die am weitesten verbreitete parasitär verursachte Krankheit in Lateinamerika. Schon seit 2002 unterstützt das deutsche Chemie- und Pharmaunternehmen Bayer die WHO durch Spenden des Medikaments Lampit. Erst vor kurzem hat Bayer die jährliche Lieferung von Lampit auf eine Millionen Tabletten verdoppelt. Außerdem hat Bayer gerade erst das Mitarbeiterprojekt „Bayer fights Chagas“ aufgelegt. In dem Freiwilligenprogramm engagieren sich Nachwuchskräfte. Sie entwickeln Lösungen, wie Bayer sich nachhaltig gegen Chagas engagieren kann.
Umfassendes Engagement
Faber-Castell setzt in Brasilien auf ökologische und soziale Standards.
Brasilien ist mit 2800 Mitarbeitern der weltweit größte Standort des deutschen Schreibwarenherstellers. Faber-Castell hat für die Bleistift-Produktion schon vor fast 30 Jahren eine eigene Holzplantage im Bundesstaat Minas Gerais angelegt und dabei 30 Prozent – zehn Prozent mehr als das Gesetz vorschreibt – der 10 000 Hektar für natürlichen Wald reserviert. „Das zahlt sich für uns aus“, sagt Jairo Cantarelli, der für die Holzproduktion in Brasilien verantwortlich ist. „Denn wenn man das Holz in einer naturnahen Umgebung aufzieht, wächst es besser und ist wertvoller.“ Faber-Castell kann auch auf einen Großteil chemischer Mittel gegen Ameisen verzichten, weil Ameisenbären den Job erledigen. Die Mitarbeiter profitieren von einer subventionierten Verpflegung in der werkseigenen Kantine, höheren Löhnen und Zuschüssen zur gesundheitlichen Versorgung sowie Bildungsangeboten.














