FRIEDRICH-EBERT-STIFTUNG
Um die Schwerpunkte „Politische Bildung“, „historische und sozialwissenschaftliche Forschung“, „Politikberatung“ und „Studienförderung“ dreht sich die politische Arbeit der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Bildung, Islam und Gesellschaft oder Familienpolitik: Die nach dem ersten sozialdemokratischen Reichspräsidenten benannte Stiftung deckt viele Themen ab. Zu ihren 3000 Bildungsveranstaltungen, Diskussionsforen und Tagungen in Deutschland kamen 2008 mehr als 200000 Teilnehmer. Die FES fördert auch internationale Zusammenarbeit und Entwicklung. Von Asien über den Nahen Osten und Afrika bis zum amerikanischen Kontinent begleitet sie in mehr als 100 Ländern den Aufbau zivilgesellschaftlicher und staatlicher Strukturen, fördert Gewerkschaftsarbeit, Menschenrechte und die Gleichberechtigung.
KONRAD-ADENAUER-STIFTUNG
Ein Seminar in Mexiko zur Verfassungsreform in Zentralamerika, ein Vortrag in Ägypten über die Zukunft der Europäischen Union oder eine Gesprächsrunde über wirtschaftlichen Erfolg und soziale Verantwortung in Berlin: Bei ihrer Arbeit stellt die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) die Stärkung der Demokratie, die Förderung der europäischen Einigung, die Intensivierung der transatlantischen Beziehungen und die entwicklungspolitische Zusammenarbeit in den Mittelpunkt. Weltweit betreut die Stiftung in 70 Auslandsbüros 200 Projekte in mehr als 100 Ländern. Neben den Hauptstandorten Sankt Augustin bei Bonn und Berlin ist die nach dem ersten deutschen Bundeskanzler benannte Stiftung in Deutschland in zwei Bildungszentren und 16 Bildungswerken aktiv. Die KAS ist einer der größten deutschen Stipendiengeber.
HANNS-SEIDEL-STIFTUNG
Demokratie, Frieden und Entwicklung: Dies sind die drei Schlagworte, an denen die der CSU nahestehende Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) ihre politische Arbeit ausrichtet. In ihrer Online-Datenbank findet sich ein Veranstaltungsangebot, das fast 40 Themengebiete von A wie Außenpolitik bis Z wie Zeitgeschichte abdeckt. Mit ihren Verbindungsbüros in Brüssel, Washington und Moskau pflegt die nach dem früheren bayerischen Ministerpräsidenten benannte Stiftung internationale Kontakte zur Europäischen Union, den USA und Russland. Was Mitte der 70er-Jahre mit einem einzelnen Projekt in Afrika begann, hat sich zu einem weltweiten Engagement entwickelt: In der internationalen Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich die Stiftung heute mit rund 90 Projekten in 50 Ländern.
FRIEDRICH-NAUMANN-STIFTUNG
Politische Bildung, Liberalismus-Forschung, Begabtenförderung und internationale Politik sind die Felder, auf denen die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit verstärkt arbeitet. Jährlich rund 1000 Veranstaltungen organisiert sie in ihrer Bildungsstätte, der Theodor-Heuss-Akademie, durch ihre Regionalbüros oder online durch die virtuelle Akademie. Bei ihrem internationalen Engagement stellt die nach einem liberalen Politiker zur Zeit des Kaiserreichs benannte Stiftung den Aufbau demokratischer, marktwirtschaftlicher und rechtsstaatlicher Strukturen in den Vordergrund. Mit dem Dialogprogramm Brüssel und dem transatlantischen Dialogprogramm unterhält sie Kontakte zur EU und nach Nordamerika. Auch in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika ist die Stiftung mit Auslandsbüros und Projekten präsent.
HEINRICH-BÖLL-STIFTUNG
Demokratie, Bildung und Kultur, Wirtschaft und Soziales, Ökologie sowie internationale Politik sind die Arbeitsbereiche der Heinrich-Böll-Stiftung. Die gesellschaftliche Emanzipation, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie kultureller und ethnischer Minderheiten sind weitere Themen, für die sich die den Grünen nahestehende und nach dem Literaturnobelpreisträger benannte Stiftung stark macht. Ökologische Fragen prägen zudem die Arbeit im In- und Ausland. International ist die Stiftung mit 27 Auslandsbüros vertreten, die sich auf Afrika, Asien, Lateinamerika, Nordamerika und Europa verteilen. Länderprogramme wie das in Nigeria fördern Frauenrechte und Konfliktmanagement, während in Kambodscha Ressourcenpolitik einen Fokus bildet.
ROSA-LUXEMBURG-STIFTUNG
Die Arbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS), die der Partei Die Linke nahesteht, gliedert sich in mehrere Bereiche: In der politischen Bildung bietet die Stiftung Seminare, Diskussionen, Vorträge und Lesungen zu rund 20 Themenschwerpunkten an – von Bildung und Gesellschaftstheorie über Globalisierung bis zur Sozialpolitik. Wie die anderen politischen Stiftungen vergibt sie auch Stipendien. Seit 1999 hat die nach der linken, 1919 ermordeten Revolutionärin benannte Stiftung fast 900 Stipendiaten aus Deutschland und dem Ausland gefördert. Für ihre internationale Ausrichtung stehen zehn Auslandsbüros in Europa, Asien, Lateinamerika, dem südlichen Afrika und der arabischen Welt. Schwerpunkte der weltweiten Arbeit sind Fragen der Globalisierung, der demokratischen Partizipation, der Integration und der Gewaltprävention.














