Photovoltaikpanels reflektieren die Sonne, die strenge quadratische Form lässt den Bau wie einen schwarzen Monolithen wirken. Wer das Solarhaus 2009 der Technischen Universität (TU) Darmstadt zum ersten Mal sieht, ist meist irritiert. Im Vergleich zu herkömmlichen Häusern ist das, was die Studierenden der deutschen Hochschule entworfen haben, ziemlich ungewöhnlich. Aber das Gebäude hat es in sich. Beim internationalen Wettbewerb Solar Decathlon 2009 um das energieeffizienteste und attraktivste Haus belegte das Team aus Darmstadt den ersten Platz. Womit es den Sieg aus dem vorangegangenen Solar Decathlon 2007 erfolgreich verteidigte. Veranstaltet wird der Wettbewerb um das beste Solarhaus alle zwei Jahre vom US-Department of Energy.
Die Häuser des „solaren Zehnkampfs“ wurden auf der National Mall in Washington D.C. in unmittelbarer Nähe zum Weißen Haus aufgebaut und in zehn Disziplinen miteinander verglichen: Architektur, Marktfähigkeit, technologische Umsetzung, Lichtkonzept, Kommunikation, thermische Behaglichkeit, warmes Wasser, technische Ausstattung, Home Entertainment und Energie. Einige Disziplinen wurden durch eine Jury beurteilt, andere durch die Ergebnisse von Testreihen. .
Das Team um Architektur-Professor Manfred Hegger setzte sich im Wettbewerb als einziges deutsches Team gegen 19 andere Konkurrenten aus den USA, Kanada und Spanien durch. Auf Platz zwei folgte die University of Illinois, den dritten Platz errang das Team California. Die beiden Professoren Manfred Hegger (Fachbereich Architektur) und Thomas Hartkopf (Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnologie), acht Lehrkräfte und 24 Studierende hatten in monatelanger Planungs- und Bauzeit ein Gebäude entwickelt, das höchsten architektonischen, atmosphärischen und energetischen Ansprüchen gerecht wird, wie ein erster Platz in „Behaglichkeit“, ein zweiter Platz in „Warmes Wasser“ sowie zwei dritte Plätze in „Architektur“ und „Lichtkonzept“ zeigen. Ausschlaggebend für den Sieg war jedoch das überragende Ergebnis in der Disziplin „Energie“, in der die gewonnene und über den Eigenverbrauch des Hauses hinausgehende Energie gemessen wurde. Hochdämmende Außenwände, geregelte Lüftung und Wärmerückgewinnung, verbesserte Energiebereitstellung durch eine Wärmepumpe, Photovoltaikpanel an der gesamten Außenhülle sowie ein Einraumkonzept, das großzügige Raumgestaltung auf relativ kleiner Grundfläche ermöglicht, sind die technischen Merkmale des Siegerhauses.














