Geographen der Universität Göttingen koordinieren ein großangelegtes Forschungsprogramm in der Amazonasregion. Schwerpunkte sind die Analyse und Entwicklung von Methoden zur besseren Kohlenstoffspeicherung in Böden, die Reduktion von Treibhausgasen und der Erhalt wichtiger Ökosystemfunktionen wie der Bodenfruchtbarkeit und Wasserqualität.
Das Verbundprojekt mit dem Namen „carbiocial“ gehört zum Rahmenprogramms „Forschung für nachhaltige Entwicklungen“ (FONA) des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und unterstützt die Nachhaltigkeitsstrategie und die Klimaschutzziele der Bundesregierung. Das BMBF fördert das Projekt für fünf Jahre mit insgesamt 6,15 Millionen Euro. Neben der Universität Göttingen sind neun weitere deutsche Universitäten, zwei Helmholtzzentren sowie zahlreiche brasilianische Partner beteiligt. Die Forscher wollen unter anderem ein Modell entwickeln, das Landwirten, Umweltbehörden und Forschungseinrichtungen aufzeigt, wie sich verschiedene Landnutzungsszenarien für die Amazonasregion unter Klimaschutzaspekten auswirken. Die Wissenschaftler forschen hauptsächlich in den brasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso und Pará.
Die Wissenschaftler der Abteilung Landschaftsökologie des Geographischen Instituts an der Universität Göttingen untersuchen in ihrem Teilprojekt als Forschungsschwerpunkte die Themen Bodendegradation (Verschlechterung der Bodenqualität), Wasserhaushalt in Einzugsgebieten im Verhältnis zu Landnutzungsänderungen sowie Klimawandel. Außerdem erstellen sie Modelle zu Treibhausgasemissionen und führen verschiedene Messungen durch.///














