Mittwoch, 23.05.2012 12:33

Aktuell

Reise durch die Musik und Kultur Afrikas

Afrikanische Lebensfreude erleben: Musikstars von den Kapverdischen Inseln und aus dem Senegal stehen in diesem Jahr im...weiter

© Thomas Dorn

Nachrichten

Staatsminister Link trifft neuen französischen Europaminister Cazeneuve

Staatsminister Michael Link empfängt am heutigen Montag, 21.05., den neuen französischen Europaminister Bernard...weiter

Gelähmte Frau steuert DLR-Roboterarm mit ihren Gedanken

Fast 15 Jahre lang war eine 58-Jährige US-Amerikanerin infolge eines Hirnschlages gelähmt. Mithilfe eines vom Deutschen...weiter

Schriftstellerin Felicitas Hoppe erhält den Georg-Büchner-Preis 2012

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2012 an die...weiter

Aktuell

Deutschland

Neuer Umweltminister  

Wirtschaft

Weltbank blickt besorgt auf gebremstes Wachstum Chinas  

Kultur

"Der Grand Prix ist eine politische Inszenierung"  

Veranstaltungen

Comicleben

Eine Endeckungsreise in die Welt der Superhelden: Das Museum Europäischer Kulturen in...weiter

Deutschland Veranstaltungskalender

Übersicht von Veranstaltungen und Orten:
> Veranstaltungskalender

Porträt

Grünes Talent

Der Kenianer Mike Otieno erforscht mit deutscher Unterstützung den nachhaltigen Umgang mit Stahlbeton und leistet damit...weiter

Goethe-Institut Nachrichten

Unerhörte Geschichten: Buchkinder e. V.  

Wieder zuhause: „re-turn“ (21.05.2012)  

„Moorsoldaten“ – die Gedenkstätte Esterwegen  

Bookmarks
| |

Forschung

Neue Technik gegen Beben

Ein unter Leitung der Universität Karlsruhe ausgebautes Sensornetz soll den Großraum Istanbul und die Marmara-Region künftig noch besser vor Erdbeben warnen. Die ersten Systemkomponenten in der Millionenstadt wurden bereits installiert.

Die Zahl klingt erschreckend: Mit rund 66 prozentiger Wahrscheinlichkeit wird sich in den nächsten 30 Jahren ein Beben der Intensität sieben oder stärker in der Region Istanbul ereignen. Zu diesem Ergebnis kam eine immer noch aktuelle Studie des United States Geological Survey (USGS) und der Technischen Universität Istanbul bereits im Jahr 2000. Die Untersuchung folgte auf das verheerende Erdbeben vom 17. August 1999 bei Izmit, das fast 20000 Menschen tötete. Damals reagierten die Verantwortlichen des Großraums Istanbul und der Marmara-Region mit dem Aufbau eines Erdbeben-Frühwarnsystems. Die Region an der die Schnittstelle zwischen der Anatolischen und der Eurasischen Platte soll jedoch künftig noch besser auf potentielle Beben in der Nähe von Istanbul vorbereitet sein.

Zurzeit beginnt der Ausbau des Frühwarnsystems mit innovativer Technik. Das Sensorennetzwerk, das im Rahmen des Projektes EDIM (Earthquake Disaster Information System for the Marmara-Region) unter Leitung der Universität Karlsruhe aufgebaut wird, ergänzt das bereits existierende Überwachungsnetz. Die bisherigen zehn seismologischen Stationen zur Erfassung von Erdbeben werden in den kommenden Monaten durch weitere zehn Instrumente verstärkt. Beteiligt an dem Ausbau ist auch das Kandilli Observatorium und Erdbeben-Forschungszentrum (KOERI) an der Universität Istanbul. Ein zusätzliches so genanntes selbstorganisierendes Netzwerk von Sensoren wurde an verschiedenen Orten Istanbuls installiert. Sie sind untereinander drahtlos verbunden, so dass selbst beim Ausfall einiger Stationen noch ausreichend Informationen zur Verfügung stehen. Diese innovative Kommunikationstechnologie wurde in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Potsdam, Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) und der Humboldt-Universität Berlin entwickelt.

Im Fall eines Erdbebens werden alle Messdaten an ein Lagezentrum übertragen und dort analysiert. Dieses innovative Informationsmanagement erlaube es den Verantwortlichen, sich ein vollständiges Bild der Lage zu machen und effektive Entscheidungen schnell zu treffen. So sollen Folgeschäden wie Großfeuer durch zerrissene Gasleitungen und unterbrochene Stromleitungen minimiert werden. Der öffentliche Verkehr kann angehalten, Brücken und Tunnel gesperrt und die chemische Produktion gedrosselt werden. „Die Behörden werden zudem in die Lage versetzt, schnell Ort und Art der Schäden eines Bebens abzuschätzen“, sagt Professor Friedemann Wenzel vom Zentrum für Katastrophenmanagement und Schadensreduktion CEDIM an der Universität Karlsruhe. Der Wissenschaftler ist auch Projektkoordinator von EDIM.

Ähnliche Systeme werden bereits mit großem Erfolg in Japan eingesetzt und für Taiwan und Kalifornien entwickelt. Erstmals werden die Sensoren in Istanbul nun aber kabellos unter einander und mit dem Lagezentrum kommunizieren. Für den Fall, dass mehrere Stationen im Netz, die Stromversorgung oder die Telekommunikation der Region ausfällt, sind so immer noch genügend Daten abrufbar, die eine umfangreiche Analyse der Situation erlauben. Von 2010 an soll das Sensoren- und das Kommunikationsnetz funktionsfähig sein.

16.10.2009
Bookmarks
| |

Videos

Get the Flash Player to see this player.

HANNOVER MESSE 2012

Ostseerat

Art Cologne 2012

YouTube Deutschland Channel

Deutschland Channel YouTube

Zeitschrift DE Magazin Deutschland

PDF-Sonderausgaben

zur Übersicht