Im Dezember 2010 wurde am Indian Institute of Technology (IIT) Madras in der südindischen Stadt Chennai das „Indo-German Centre for Sustainability (IGCS)“ feierlich eröffnet. Das Deutsch-Indische Zentrum für Nachhaltigkeitsforschung ist eine Kooperation zwischen dem IIT Madras und einer Gruppe deutscher Universitäten unter der Federführung der RWTH Aachen. Es führt deutsche und indische Spitzenforschung in den Bereichen Wasser, Energie, Abfallwirtschaft und Landnutzung mit einem interdisziplinären Ansatz zusammen, um Lösungsvorschläge für die drängenden Umweltprobleme Asiens zu erarbeiten.
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) finanziert am IGCS vier Gastdozenturen für die Fachgebiete Energietechnik, Hydrogeografie, Abfallwirtschaft und Wassermanagement. Die „Visiting Professors“ haben im Februar 2011 ihre Arbeit aufgenommen. Hinzu kommen Stipendien für Forscher und Doktoranden in Indien und Deutschland. Das Geld stammt aus Mitteln des Programms „A New Passage to India“. Diese Initiative will die Indienkompetenz des wissenschaftlichen Nachwuchses erhöhen. Die indischen Forscher des IGCS haben vor, zunächst vor der Haustür anzufangen und den ökologischen Fußabdruck des IIT-Campus zu ermitteln. Ein Biodiversitätsbericht hat gezeigt, dass auf dem Campusgelände etwa 50 Schmetterlingsarten, 51 Vogelarten und 12 Säugetierarten leben, darunter rund 130 Makaken – ein passender Ort für Nachhaltigkeitsforschung.////














