Blitzlichtgewitter blendet die beiden Männer auf dem roten Teppich. Doch sie hören einfach nicht auf zu lächeln. Recken die Fäuste siegessicher in die Luft, genießen den Augenblick. Wen stört schon das gleißende Licht der Fotoapparate an so einem Abend? „Der Baader-Meinhof-Komplex“ feiert Deutschlandpremiere – und Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Uli Edel feiern mit. Eichinger hat es wieder einmal geschafft. Hat einen Film in die Kinos gebracht, über den das ganze Land redet, der noch vor dem deutschen Start in die ganze Welt verkauft und für den Oscar nominiert worden ist. Der Chef von Constantin Film ist Deutschlands Film-Tycoon. „Das Boot“, „Das Parfüm“, „Die unendliche Geschichte“, Dutzende Kinohits hat er realisiert. Selbst schwierige Themen schrecken den 59-Jährigen nicht: Das Drehbuch zum vieldiskutierten „Untergang“, der Hitlers letzte Tage im Führerbunker zeigt, schrieb er selbst. Der nächste Hit aus dem Hause Eichinger kündigt sich schon an: „Die Päpstin“ nach dem Roman von Donna Woolfolk Cross.
Weniger international, aber ebenfalls erfolgreich legt Stefan Arndt seine Filme an. Der Produzent mit der markanten Brille ist einer der Gründer von X-Filme, jener Produktionsfirma, die mit Tom Tykwers „Lola rennt“ dem neuen deutschen Film Leben eingehaucht hat. Mit der Tragikomödie „Good Bye, Lenin!“ gelang Arndt 2003 einer der größten deutschen Filmexportschlager. Aber seine Liebe gilt auch kleinen Filmen. So ermöglicht er der Schauspielerin Franka Potente ihr Regiedebüt. Das hat Til Schweiger längst hinter sich. Der Frauenschwarm ist einer der beliebtesten Schauspieler Deutschlands, schreibt Drehbücher, führt Regie und produziert seine Filme gleich selbst. Zum Beispiel „Keinohrhasen“, den erfolgreichsten deutschen Film 2007. Ende 2008 allerdings ruhen seine Projekte. Schweiger steht für Quentin Tarantinos neuesten Film vor der Kamera.














