Mittwoch, 23.05.2012 11:58

Aktuell

Reise durch die Musik und Kultur Afrikas

Afrikanische Lebensfreude erleben: Musikstars von den Kapverdischen Inseln und aus dem Senegal stehen in diesem Jahr im...weiter

© Thomas Dorn

Nachrichten

Staatsminister Link trifft neuen französischen Europaminister Cazeneuve

Staatsminister Michael Link empfängt am heutigen Montag, 21.05., den neuen französischen Europaminister Bernard...weiter

Gelähmte Frau steuert DLR-Roboterarm mit ihren Gedanken

Fast 15 Jahre lang war eine 58-Jährige US-Amerikanerin infolge eines Hirnschlages gelähmt. Mithilfe eines vom Deutschen...weiter

Schriftstellerin Felicitas Hoppe erhält den Georg-Büchner-Preis 2012

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2012 an die...weiter

Aktuell

Deutschland

Neuer Umweltminister  

Wirtschaft

SAP übernimmt Ariba  

Kultur

"Der Grand Prix ist eine politische Inszenierung"  

Veranstaltungen

Comicleben

Eine Endeckungsreise in die Welt der Superhelden: Das Museum Europäischer Kulturen in...weiter

Deutschland Veranstaltungskalender

Übersicht von Veranstaltungen und Orten:
> Veranstaltungskalender

Porträt

Grünes Talent

Der Kenianer Mike Otieno erforscht mit deutscher Unterstützung den nachhaltigen Umgang mit Stahlbeton und leistet damit...weiter

Goethe-Institut Nachrichten

Unerhörte Geschichten: Buchkinder e. V.  

Wieder zuhause: „re-turn“ (21.05.2012)  

„Moorsoldaten“ – die Gedenkstätte Esterwegen  

Bookmarks
| |

Interview mit Professor Werner F. Schulz über den neuen Öko-Trend

„Lohas suchen die Balance von Ökonomie und Ökologie“

Ein Interview mit Professor Werner F. Schulz, Professor für Umweltmanagement an der Universität Hohenheim, über den neuen Öko-Trend

Interview: Oliver Sefrin

Professor Dr. Werner F. Schulz

Professor Dr. Werner F. Schulz lehrt Umweltmanagement an der Universität Hohenheim

Welchen gesellschaftlichen Stellenwert hat das Thema Nachhaltigkeit in Deutschland?

Ich beobachte in den vergangenen ein, zwei Jahren einen starken Aufwärtstrend, obwohl das Thema Nachhaltigkeit nicht neu ist, sondern schon in den 80er-Jahren entwickelt wurde. Sehr gut lässt sich die zunehmende gesellschaftliche Bedeutung an Umfragen festmachen. Im „Umweltbewusstsein-Survey 2006“ zum Beispiel ist Umweltschutz als wichtigstes Problem jetzt auf Platz zwei. Und wenn man die Bevölkerung befragt, etwas aktiv für den Klimaschutz zu tun, ist mittlerweile die Mehrheit der Deutschen dazu bereit.

Was ist das Besondere am Lohas-Konsumverhalten?

Auch Lohas orientieren sich zunächst am Preis, und sie verlangen gute Qualität bei der Ware. Neu ist: Für Lohas spielt Gesundheit eine Rolle. Was sie kaufen, muss frisch sein, einen hohen Nährwert haben. Zudem achten sie beim Kauf auf ökologische Aspekte und wollen mit gutem Gewissen konsumieren. Sie akzeptieren, dass es einerseits die Notwendigkeit der Ökonomie, andererseits die Notwendigkeit der Ökologie gibt, versuchen beides in eine Balance zu bringen und in kleinen Schritten ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten. Wer von ihnen mit dem Flugzeug fliegt, kompensiert das etwa mit einem finanziellen Ausgleich für ein Umweltprojekt.

Auch die Wirtschaft reagiert auf die Lohas. Welches Marktpotenzial sieht sie in dieser Gruppe?

Die rund acht Millionen Lohas-Kunden verdienen überdurchschnittlich gut und konsumieren im Jahr für etwa 200 Milliarden Euro. Der Markt reagiert bereits sehr professionell auf sie als Konsumenten. Es gibt inzwischen mehrere Internetplattformen, wo sich praktisch alle Lohas-Marktsegmente wiederfinden. Das geht von Nahrungsmitteln, Bekleidung, Bauen und Wohnen, Medien und Elektronik bis in den Automobilmarkt.

Hat der grüne Lebensstil das Potenzial, die Konsummärkte zu revolutionieren und einen nachhaltigen Lebensstil zu prägen?

Bei der Gruppe der Lohas glaube ich nicht nur an einen zeitweiligen Trend, sondern an eine dauerhafte Käuferschicht. Lohas werden heute mit modernen Marketing-Methoden ganz anders umworben als die früheren Ökoaktivisten. Dass wir es hier in Zukunft mit einem ernsten und stabilen Marktsegment zu tun haben, dafür spricht auch ein heute viel deutlicherer Problemdruck durch Klimawandel oder die wachsende soziale Kluft zwischen Arm und Reich.


Professor Dr. Werner F. Schulz
ist Inhaber des ersten klimaneutralen Lehrstuhls an einer deutschen Hochschule. Er lehrt Umweltmanagement an der Universität Hohenheim bei Stuttgart und beschäftigt sich schon lange intensiv mit Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens.

www.uni-hohenheim.de

01.09.2008
Bookmarks
| |

Videos

Get the Flash Player to see this player.

HANNOVER MESSE 2012

Ostseerat

Art Cologne 2012

YouTube Deutschland Channel

Deutschland Channel YouTube

Zeitschrift DE Magazin Deutschland

PDF-Sonderausgaben

zur Übersicht