Im Mai 2009 hat eine Auswahlkommission des DAAD die Entscheidung gefällt: Russland, Thailand, Chile und Kolumbien heißen die vier Länder, in denen in Zusammenarbeit mit deutschen Hochschulen noch in diesem Jahr jeweils ein Exzellenzzentrum entstehen soll. Ziel des Projekts ist es, herausragende Wissenschaftler und deren Arbeit mit der universitären Forschung und Lehre in Deutschland zu vernetzen. Vier akademische Kooperationen, die neue Forschungsimpulse senden und die globale Spitzenforschung eng mit Deutschland verbinden sollen. Bis zum Jahr 2014 sind insgesamt zwei Millionen Euro jährlich für internationale Exzellenzzentren vorgesehen. Ein Überblick
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Frankfurt – Bangkok
Thamassat University
Ein Zentrum für Rechtsstaatlichkeit und gute Regierungsführung baut die Universität Frankfurt an der thailändischen Thamassat University in Bangkok auf. Mit 35000 Studierenden gehört die Frankfurter Hochschule zu den größten deutschen Universitäten – und zu den lebendigsten: 2009 wurde das „House of Finance“ eröffnet, eine Denkfabrik der internationalen Finanzwelt. www.uni-frankfurt.de
Universität Heidelberg
Heidelberg – Santiago de Chile
Universidad de Chile/Pontificia Universidad Católica
Die Universität Heidelberg weitet die im „Heidelberg Center Lateinamerika“ etablierte Kooperation mit beiden chilenischen Hochschulen unter anderem auf die Fächer Geo-/Umweltwissenschaften und Astronomie aus. Die weltweit wohl bekannteste deutsche Universität gehört auch zu den besten Hochschulen des Landes. Seit 2007 trägt sie den Titel „Exzellenzuniversität“. www.uni-heidelberg.de
Universität Gießen
Gießen – Santa Marta/Medellin/Cali
Universidad Nacional/ Universidad de Antioquia/ Universidad del Valle
Gemeinsam mit drei kolumbianischen Hochschulen und der Universität Kiel plant die Universität Gießen ein Zentrum für Meereswissenschaften in Santa Marta. Die über 400 Jahre alte Hochschule bietet ihren 23000 Studierenden ein außergewöhnlich breites Angebot an Lehre und Forschung, das von der Human- und Veterinärmedizin über die Agrar- bis zu den Kulturwissenschaften reicht. www.uni-giessen.de
Freie Universität Berlin
Berlin – St. Petersburg
Staatliche Universität St. Petersburg
Die Fächer Physik, Chemie und Materialwissenschaften stehen im Mittelpunkt des Exzellenzzentrums German-Russian Interdisciplinary Science Center (G-RISC) an der Staatlichen Universität St. Petersburg. Deutscher Partner ist die Freie Universität Berlin. Die erst 1948 gegründete Hochschule genießt weltweit einen ausgezeichneten Ruf – 16 Prozent der 31000 Studierenden kommen aus dem Ausland. www.fu-berlin.de














