„Der Abend heute ist eine ,Hommage‘. Wir hätten auch von einem Ehrerweis oder einer Lobpreisung sprechen können.“ Außenminister Dr. Guido Westerwelle hält in seiner Ansprache kurz inne. „Aber wir müssen nicht. Deutsch ist selbstbewusst genug, sich mit Worten aus anderen Ländern bestens zu vertragen.“ Die Auftaktveranstaltung, mit der das Auswärtige Amt und seine Partner die Initiative „Deutsch – Sprache der Ideen“ im Radialsystem in Berlin Ende Februar starteten, zeigte, wie facettenreich die deutsche Sprache ist – und vor allem: wie viel Spaß sie machen kann. Die in Deutschland lebende japanische Autorin Yoko Tawada hinterfragte mit viel Wortwitz die Verästelungen der deutschen Grammatik. Der ungarische Essayist Péter Esterházy berichtete von seinen Kindheitsabenteuern mit der deutschen Sprache. Der Tenor Christoph Prégardien trug Goethes „Erlkönig“ vor, der gleichsam als Ikone der deutschen Dicht- und Liedkunst für den vollendeten Klang der deutschen Sprache steht. Slam-Poetin Nina „Fiva“ Sonnenberg und DJ Phekt rappten auf Deutsch und zeigten, wie lebendig die Sprache ist. Und genau das ist die Absicht der Initiative „Deutsch – Sprache der Ideen“, eines Schwerpunkts der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik 2010.
„Deutsch ermöglicht“, so Außenminister Westerwelle, „individuelle Chancen. Es öffnet den Weg zu einem der besten Ausbildungssysteme der Welt und stärkt den Wissenschaftsstandort Deutschland. Deutsch eröffnet die Möglichkeit auf eine wissenschaftliche Karriere in mehr als 350 Hochschulen, die zum Teil Weltruf genießen. Die deutsche Sprache ist der Schlüssel zur deutschen Literatur, Musik, Philosophie und Wissenschaft, zum Reichtum großer europäischer Kulturtraditionen und zur größten Volkswirtschaft Europas. Aus diesen Gründen lernen über 14 Millionen Menschen Deutsch. Keine andere Sprache ist in Europa für mehr Menschen Muttersprache. Wir wollen noch mehr Menschen für Deutsch begeistern.“
Das Auswärtige Amt will gemeinsam mit seinen Partnern, dem Goethe-Institut, dem DAAD, der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, dem Institut für Auslandsbeziehungen, der Deutschen Welle und dem Pädagogischen Austauschdienst, junge Menschen für die deutsche Sprache gewinnen – mit vielen Veranstaltungen und Projekten rund um den Globus. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Initiative „Schulen – Partner der Zukunft“ (PASCH), mit der das Auswärtige Amt bereits ein weltweites Netzwerk von über 1400 Schulen geknüpft hat. Geplant sind unter anderem eine Deutscholympiade für Schüler, ein internationaler Debattierwettbewerb für Jugendliche, Sprachcamps für Jugendliche und ein auch auf Deutsch tagendes Jugendparlament. Einen Überblick über Veranstaltungen, Projekte, Instrumente und Akteure der Sprachförderung gibt es unter:
www.diplo.de/sprache-der-ideen














