Am 13. Juli 2009 haben die Europäische Union und die Türkei den Vertrag für ein „Nabucco“ genanntes Pipeline-Projekt unterzeichnet. Ziel ist es, die Abhängigkeit von der Erdgasversorgung über Russland und die Ukraine zu vermindern. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso erklärte bei dem Treffen in Ankara, das die Pipeline zur Energiesicherheit in der Türkei, in Südost- und Mitteleuropa beitragen werde. Potenziell könnte „Nabucco“, deren Bau 2011 beginnen soll, zwischen zehn und 15 Prozent des europäischen Erdgasbedarfs decken. Die rund 3300 Kilometer lange Pipeline beginnt im Osten der Türkei und führt über Bulgarien, Rumänien und Ungarn in die österreichische Stadt Baumgarten. Die Gesamtinvestitionssumme – basierend auf Berechnungen aus dem Sommer 2008 – beträgt 7,9 Milliarden Euro. Die EU-Komission fördert das Projekt mit 200 Millionen Euro.
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