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Gelähmte Frau steuert DLR-Roboterarm mit ihren Gedanken

Fast 15 Jahre lang war eine 58-Jährige US-Amerikanerin infolge eines Hirnschlages gelähmt. Mithilfe eines vom Deutschen...weiter

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Wie Menschen aus Japan in Deutschland leben und arbeiten

Integration: Japaner im Rheinland

Sie kamen aus den unterschiedlichsten Gründen nach Deutschland, haben sich aber alle ihr Leben in Deutschland aufgebaut. Frauen und Männer aus Japan

Von Hermann Horstkotte

Noriaki Nakai, Asssistenz-Professor

Die Stelle hat Noriaki Nakai im Internet gefunden. „Sie war genau auf mich zugeschnitten. Ich habe mich sofort beworben“, sagt Dr. Noriaki Nakai. Der Assistenzprofessor kam im Frühjahr 2008 erst einmal für zwei Jahre nach Bonn. „Zu Hause an der Medizinischen Universität Kyoto war ich sehr in die Krankenversorgung eingespannt“, sagt Nakai, „jetzt kann ich mich an der Uni Bonn ganz der Forschung zum Schutz vor Hautkrebs widmen.“ Die mehr als 130 Jahre alte Heimat-Uni hat selber Weltniveau, betont Nakai, aber gerade in der Spitzenklasse sei internationaler Erfahrungsgewinn nötig. Mitgebracht hat er seine Frau und die Kinder, die fünfjährige Tochter Chisa und den dreijährigen Sohn Seisuke. „Persönliche Kontakte jenseits des Kollegenkreises haben sich schnell über den deutschen Kindergarten ergeben.“

Nana Miyata, Studentin

Nana Miyata würde am liebsten auf Dauer in Deutschland bleiben. „Der Einzelne hat hier größere persönliche Entfaltungsmöglichkeiten.“ Die Doktorandin, die seit fünf Jahren in Bonn studiert, hat in Tokio an der International Christian University den Bachelorabschluss in Religionswissenschaften gemacht – übrigens ohne selber zum Christentum überzutreten. Zur Weiterqualifizierung ging sie nach Deutschland. Inzwischen ist sie Mitarbeiterin am Japanologischen Institut und sieht in dieser Wissenschaft auch ihre Zukunft. Privat reist sie gerne, am liebsten in die Berge. „Daher gefällt mir Bayern mit den Alpen – aber eben auch Bonn mit dem Siebengebirge vor der Tür.“

Tatsuo Kamino, Außenwirtschafts-Förderer

Tatsuo Kamino ist Wahl-Düsseldorfer in zweiter Generation. Sein Vater kam vor drei Jahrzehnten für eine japanische Bank in die Rhein-Metropole. So besuchte Tatsuo einige Jahre die Japanische Internationale Schule in der Stadt und lernte früh Deutsch. Heute ist der Wirtschaftsförderer von der Japan External Trade Organization in der Zweitsprache perfekt, die ganze Familie zweisprachig. Die Kinder, inzwischen acht und elf Jahre alt, besuchten den deutschen Kindergarten, gingen auf die deutsche Grundschule. Demnächst ruft der Job Tatsuo Kamino mit Familie zurück nach Tokio. So stellt sich die Frage nach der weiteren Schulkarriere der Kinder. „Vielleicht“ meint der Vater, „wäre es das Beste, sie gleich auf die Deutsche Schule Tokio zu schicken.“

Takayoshi Nakano, Stahl-Manager

Düsseldorf ist für Takayoshi Nakano mehr als ein Stop-over. Der General Manager von Nippon Steel für Europa, Afrika und weite Teile Asiens, war bis August allein hundert Arbeitstage auf Reisen. Doch er kommt immer wieder gerne nach Düsseldorf zurück, in sein Hauptquartier. „Wir sind hier richtig, weil auch viele andere japanische Firmen ihren Europasitz in der Stadt haben. So dicht wie hier ist das japanische Kontaktnetz sonst nirgends im Ausland.“ Außerdem gebe es ja drei große japanische Clubs für die Zeit und Erholung nach der Arbeit...

Kyoko Jastram, Musik-Lehrerin

Kyoko Jastram sieht sich längst als Düsseldorferin. Als sie vor bald fünfzig Jahren nach Deutschland ging, um Musik zu studieren, haben ihre Eltern noch den Kopf geschüttelt. Inzwischen wären Vorurteile abgebaut und beide Länder sich näher gekommen, sagt Kyoko Jastram. Und das besonders an ihrem Lebensmittelpunkt Düsseldorf, wo 7000 Japaner die größte japanische Community in Kontinentaleuropa bilden. Eine ihrer Töchter sei mit ihrem französischen Mann nach Nizza gezogen, sagt Kyoko Jastram. Sie bleibe aber in der Stadt ihres Lieblingskomponisten Robert Schumann.“

08.09.2008
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