Alfredo Daza, Opernsänger
Nach einer beeindruckenden Karriere, die für Alfredo Daza mit 17 Jahren im mexikanischen Puebla begann, ist er in einem der Opernhäuser angekommen, in dem er schon immer auftreten wollte: der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Seit der Spielzeit 2003/2004 ist der Bariton hier Ensemblemitglied. Ob in Mozarts „Hochzeit des Figaro“, Rossinis „Barbier von Sevilla“ oder Verdis „La Traviata“: In der Lindenoper hat Daza bereits in verschiedenen Rollen sein Publikum überzeugt. Seine Begeisterung für die klassische Musik weckten die Sinfonien Beethovens, die Daza in der Schallplattensammlung seiner Eltern entdeckt hatte.
José Bénédí, Modemacher
Neue Wege wollte er gehen – und zog um: von Havanna nach Hamburg. Die Hansestadt hat viel Wasser. Jemand, der von einer Insel kommt, schätzt das. In Havanna war der Kubaner Bénédí Chefdesigner des größten Modehauses La Maison, in Hamburg eröffnete er 2003 sein Atelier „Bénédi Couture“ in einem feinen Stadtviertel nahe der Alster. Dort entwirft der Modemacher aus einer Schneiderfamilie seine preisgekrönte Haute Couture für Frauen: Seine filigranen Roben, oft aus Seide, sind regelrechte Kunstwerke – und kostbare Unikate, die prominente Käuferinnen finden. „Die Stoffe sind die Seele einer Kollektion“, sagt Bénédí und schneidet sie daher selbst – mit einer großen, schweren Schere, die seit mehr als 100 Jahren im Besitz der Familie ist.
Ricardo Fernando, Ballettchef
Er steht für ein kleines Ensemble, das große Ballett-Begeisterung weckt. Der Brasilianer Ricardo Fernando ist Ballettdirektor und Choreograf des Theaters Hagen. Seit Fernando im Januar 2004 als Ballettchef nach Hagen in Nordrhein-Westfalen kam, erlebt das Theater einen Publikumszuspruch, den es lange nicht mehr gab. Mit kreativen und unkonventionellen Inszenierungen, damit überrascht der Choreograf, der seine Laufbahn in Brasilia startete und an der Oper von Rio de Janeiro arbeitete, oft sein Publikum. Mittlerweile hat Fernando viele bekannte Ballettwerke, Musicals und Opern auf die Bühne gebracht. In Hagen, wo er mit seiner Frau und Tochter lebt, hat er auch schon Schüler für ein lateinamerikanisches Tanzprojekt gewinnen können.














