Sprache ist der Schlüssel
68 Grundschulen im Bundesland Hessen werden von der Hertie-Stiftung mit dem Projekt „Deutsch & PC“ unterstützt. Darin werden Erstklässler mit unzureichenden Deutschkenntnissen parallel zum Klassenverband in eigenen Fördergruppen von sechs bis acht Schülerinnen und Schülern zwei Stunden täglich in Deutsch und Mathematik unterrichtet. Das gemeinsame Arbeiten auch am Computer soll die Lernmotivation der Schüler steigern und vielfältige Möglichkeiten zur Kommunikation eröffnen. Mit dem 2001 gestarteten Programm möchte die Hertie-Stiftung nicht nur die Sprach- und Lesefähigkeiten, sondern auch die Medienkompetenz der Grundschüler verbessern. Beim Übergang von der Grundschule in weiterführende Schulen sollen die im Projekt geförderten Mädchen und Jungen aus Migrantenfamilien die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, beschreibt die Stiftung ihr Ziel.
Freundschaft bei Kaffee und Tee
Integrationsprojekte fördert die Hamburger Körber-Stiftung gleich mehrere. Unter anderem vergibt sie alljährlich an Initiativen und Vereine die Hamburger Tulpe für „interkulturellen Gemeinsinn“. Preiswürdig ist aber auch das, was die Stiftung selbst organisiert. Zum Beispiel das deutsch-türkische Seniorentreffen im Begegnungszentrum Haus am Park. Dort treffen sich Menschen, die manchmal jahrelang nebeneinander her gelebt haben und nun, bei Kaffe und Tee, Bekanntschaften und Freundschaften schließen. Inzwischen gab es sogar die ersten deutsch-türkischen Senioren-Ferienreisen.
Eine Chance für die Kinder
Wie erfolgreich ehrenamtliches Engagement sein kann, zeigt Murat Vural. Der Doktorand an der Ruhr-Universität Bochum ist Gründer des Interkulturellen Bildungs- und Fördervereins für Schüler und Studenten (IBFS). Vurals Initiative bietet Hausaufgaben- und Freizeitbetreuung, Sprachkurse und Beratung in verschiedenen Schulen an. 2004 begann seine Arbeit mit der Hausaufgabenbetreuung für drei Kinder in einer Moschee in Castrop-Rauxel. Heute nutzen 200 Schüler und über 80 Abiturienten das Angebot des Vereins. Für sein Engagement wurde Vural vom Verein Pro Ruhrgebiet Anfang 2009 zu einem von vier „Bürgern des Ruhrgebiets“ gewählt.
Offene Türen für Mädchen und Frauen
7000 Menschen leben im Bremer Stadtteil Tenever, 40 Prozent von ihnen haben einen Migrationshintergrund. In der Hansestadt gilt die Siedlung als sozialer Brennpunkt. Beratung und Unterstützung sind hier besonders gefragt. Der ehrenamtliche Verein Mütterzentrum Tenever bietet sie, anders als der Name vermuten lässt, nicht nur Müttern, sondern allen Frauen und Mädchen. Die Initiative bietet Fortbildungsmaßnahmen, organisiert Nachbarschaftstreffen und Beratungsstunden für Arbeitssuchende. Herzstück ist ein multikulturelles Café.














