Das Radwegenetz ausbauen, das Stadtbahnprojekt vorantreiben, Elektromobile fördern, Häuser energetisch sanieren, neue Biotope ausweisen und den Müll besser trennen und recyceln: So lauten einige der grünen Ideen, mit denen sich Hamburg, mit rund 1,7 Millionen Einwohnern die zweitgrößte deutsche Stadt, im Jahr 2011 als Europas Umwelthauptstadt profilieren will. Die norddeutsche Metropole wurde von der Europäischen Kommission ausgezeichnet und setzte sich damit gegen 35 europäische Mitbewerber durch. Als erste Stadt erhielt 2010 Schwedens Hauptstadt den Titel, der für vorbildliches Engagement von Großstädten im Umwelt- und Naturschutz verliehen wird.
Hamburgs Erster Bürgermeister Christoph Ahlhaus sieht die Auszeichnung als Chance für die Stadt. Anja Hajduk, Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt, sagt, dass Städte wie Hamburg im Umweltschutz auch einige Lösungsvorschläge hätten, Ökologie und Ökonomie besser in Einklang zu bringen. Wie das gehen kann, will Hamburg 2011 als grüne europäische Metropole mit mehr als 200 Veranstaltungen und Projekten zeigen. Sie greifen Themen auf wie „Mobilität“, „Klima und Energie“, „Natur und Stadtgrün“, „Stadtentwicklung und Wohnen“, „Ressourcenschutz und Wirtschaften“ oder „Nachhaltiger Konsum“. Außerdem startet die Hansestadt einen „Zug der Ideen“. Diese mobile Ausstellung geht in den nächsten Monaten auf Tour durch mehrere europäische Städte und stellt dort Ideen für lebenswerte und umweltfreundliche Metropolen vor.
Hamburg, bekannt für seine vielen Parks und Grünanlagen, will mit gutem Beispiel vorangehen. Eines seiner ehrgeizigen Ziele ist es, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid bis 2020 um 40 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent zu senken. Dann will die Stadt ganz ohne fossile Brennstoffe auskommen. Aber auch schon jetzt zeigt Hamburg, dass Naturschutz und Wirtschaftsstärke kein Widerspruch sein müssen. Ein Beispiel: Im Hamburger Hafen, immerhin der drittgrößte in Europa, ersetzt ein umweltfreundliches Containertaxi bis zu 60 Lastkraftwagen und transportiert im Hafen jedes Jahr 150000 Container von einem Terminal zum anderen.////















