Neuer Meilenstein in den deutsch-chilenischen Wissenschaftsbeziehungen: Die Fraunhofer-Gesellschaft, Europas größte Organisation für angewandte Forschung, gründet in Südamerika ein neues Forschungszentrum. Für das „Center for Systems Biotechnology“ haben die Fraunhofer-Gesellschaft und das chilenische Wirtschaftsministerium im vergangenen Oktober 2010 eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Das neue Institut entsteht in der Hauptstadt Santiago de Chile und wird sich mit der Systembiotechnologie befassen, einem aufstrebenden Gebiet der Lebenswissenschaften. Das Fach versucht vor allem die komplexen Vorgängen in Zellen, Organismen oder Ökosystemen zu verstehen.
Künftig werden in dem Forschungszentrum Wissenschaftler aus Chile und Deutschland gemeinsam an verschiedenen Projekten arbeiten. Partner auf chilenischer Seite sind die beiden renommierten Universitäten Pontificia Universidad Católica de Valparaíso und die Universidad de Talca sowie die private gemeinnützige Einrichtung Fundación Chile. Von deutscher Seite ist maßgeblich das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und angewandte Ökologie beteiligt. Die Forscher planen etwa Tests zur frühzeitigen Erkennung von Fischkrankheiten und die Entwicklung von Impfstoffen für Lachse zur Verbesserung der Erträge von Aquakulturen. Ein Projekt in der Nanotechnologie soll helfen, Schadstoffe aus Getränken oder Abwässern zu entfernen. Ein weiteres gemeinsames Vorhaben untersucht die ökologisch optimierte Nutzung von Biomasse zur Energiegewinnung.////














