Am Anfang stand ein tragisches Schicksal, das Stoff für einen Spielfilm bietet. Und tatsächlich wurde die Geschichte von Ismail Khatib verfilmt – als Dokumentarfilm allerdings, umgesetzt von dem deutschen Regisseur Marcus Vetter. Sein Titel : „Das Herz von Jenin“. Vor fünf Jahren erschossen israelische Soldaten Ismail Khatibs elfjährigen Sohn Achmed. Vater Ismail und seine Familie beschlossen, die Organe des Jungen israelischen Kindern zu spenden. Vetter begleitete Khatib mit der Kamera dabei, wie er die Kinder, denen die Organe seines Sohnes ein neues Leben schenkten, besuchte. Nicht nur dieser berührende Film wurde mehrfach ausgezeichnet, auch Ismail Khatibs Entscheidung, aus dem Teufelskreis von Gewalt und gewaltsamer Vergeltung auszubrechen, findet viel Anerkennung: Mitte September 2010 ist er in Deutschland dafür mit dem Hessischen Friedenspreis ausgezeichnet worden. Und noch eine weitreichende Folge hatte die Begegnung von Vetter und Khatib: Bei den Dreharbeiten entdeckte der deutsche Filmemacher das seit zwei Jahrzehnten leerstehende Kino von Jenin, einst das größte im Westjordanland. Zusammen mit Palästinensern gründete er einen Verein, mit dem Ziel, das Kino wieder zu eröffnen. Das deutsche Auswärtige Amt stellte im Rahmen der Initiative „Zukunft für Palästina“ 325000 Euro für das Projekt zur Verfügung. Hilfe kam auch von deutschen Unternehmen, und viele Freiwillige aus Deutschland halfen tatkräftig beim Wiederaufbau mit. Im August konnte das Kino mit 500 Plätzen endlich wiedereröffnen.////
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