Mittwoch, 23.05.2012 09:15

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Reise durch die Musik und Kultur Afrikas

Afrikanische Lebensfreude erleben: Musikstars von den Kapverdischen Inseln und aus dem Senegal stehen in diesem Jahr im...weiter

© Thomas Dorn

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Staatsminister Link trifft neuen französischen Europaminister Cazeneuve

Staatsminister Michael Link empfängt am heutigen Montag, 21.05., den neuen französischen Europaminister Bernard...weiter

Gelähmte Frau steuert DLR-Roboterarm mit ihren Gedanken

Fast 15 Jahre lang war eine 58-Jährige US-Amerikanerin infolge eines Hirnschlages gelähmt. Mithilfe eines vom Deutschen...weiter

Schriftstellerin Felicitas Hoppe erhält den Georg-Büchner-Preis 2012

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2012 an die...weiter

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Der Kenianer Mike Otieno erforscht mit deutscher Unterstützung den nachhaltigen Umgang mit Stahlbeton und leistet damit...weiter

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INNOVATION UND EXZELLENZ

Expedition ins Unsichtbare

Eine Reise in eindrucksvollen Bildern durch Wissenswelten der Max-Planck-Gesellschaft – und an die Grenzen der Forschung.

WINZIGE KAPSELN MIT GROSSER WIRKUNG

Fast wie ein modernes Stillleben: Wer dieses Foto sieht, dringt tief in den menschlichen Körper vor. Die nur wenige Mikrometer großen Polymerhohlkapseln aus dieser Elektronenmikroskop-Aufnahme sind ein intelligentes Mikrotransportsystem, das Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam entwickelt haben. Es transportiert Wirkstoffe in Form von kleinen Kügelchen im Organismus und setzt diese gezielt an erkrankten Zellen frei. Damit sich die Hüllen der Kapseln erst an den gewünschten Stellen, wie etwa Krebszellen, öffnen, bekommt ihre Oberfläche Erkennungsmoleküle. Diese docken dann an die kranken Zellen an. Veränderte Bedingungen in der Umgebung, etwa die Temperatur, können die Wände der Kapseln abdichten oder aber auch so aufweichen, dass die Wirkstoffe in den Organismus entweichen können.

Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Potsdam

DYNAMIK VON ELEKTRONEN

In der grünen Mitte entspringt das große Strömen und alles erscheint im Fluss: Diesen Eindruck er­wecken die Elektronen auf diesem Bild. Sie bewegen sich in einem zweidimensionalen Elektronengas von einer punktförmigen Quelle in alle Richtungen. Simuliert haben dieses Szenario Physiker des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation am Computer. Ort des fiktiven Geschehens ist eine wenige millionstel Millimeter dicke, leitende Schicht spezieller Halbleiterbausteine. Nachdem alle negativ geladenen Teilchen an einem Punkt mit der gleichen Geschwindigkeit gestartet sind, breiten sie sich in unterschiedliche Richtungen aus. Schwache Störstellen führen zu den „Fehltritten“ der Elektronen und damit zu der Verästelung des Teilchenstroms. Mit solchen Simulationen gewinnen die Forscher eine Vorstellung von Teilchenbewegungen im Mikrometerbereich, die in die Entwicklung von Halbleiterbausteinen einfließen könnte.

Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, Göttingen

FANGNETZE FÜR BAKTERIEN

Keine Chance für Krankheitserreger: In den gelben Netzen der Neutrophilen verfangen sich die roten unerwünschten Bakterien-Eindringlinge, kleben fest und werden so abgetötet. Diesen eindrucksvollen Abwehrmechanismus des menschlichen Immunsystems veranschaulichen Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin mit dieser nachkolorierten Rasterelektronenmikroskop-Aufnahme, der sich als interessante Entdeckung herausstellte: Dass Neutrophile, die zu den weißen Blutkörperchen gehören, Bakterien buchstäblich auffressen können, indem sie die Erreger umschließen und im Zellinneren verdauen, wusste die Forschung. Neu jedoch war die Erkenntnis, dass Neutrophile faserige Strukturen wie ein Netz auswerfen, damit Bakterien fangen und außerhalb der Zelle abtöten können.

Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin

WELT AUS DUNKLER MATERIE

Intensive Farben und ein Leuchten wie ein Sternenhimmel: Dieses Computermodell zeigt ein virtuelles kosmisches Netz aus Dunkler Materie, das einzelne hell leuch­tende Galaxien im Universum verbindet. Als Dunkle Materie bezeichnen Wissenschaftler Materie, die sie nicht optisch nachweisen können, von der sie aber annehmen, dass es sie gibt. Mit ihrer Simulation machen Forscher am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching die Dunkle Materie sichtbar. So erkunden sie ihre Auswirkungen auf Himmelskörper und die Entstehung kosmischer Strukturen. Im Modell stehen die Helligkeitsunterschiede für die Dichte der Materie und die Farbtöne für die verschiedenen Geschwindigkeiten der Materieteilchen. Es zeigt, wie Dynamik und Gravitation der Teilchen der Dunklen Materie zu der großen Vielfalt und Komplexität kosmischer Strukturen führen.

Max-Planck-Institut für Astrophysik, Garching

NADELFÖRMIGE KÖRNER VERSTÄRKEN KERAMIK

Ein stabiles Innenleben bunt durchleuchtet: Mit langgestreckten, nadelförmigen Körnern im Gefüge können keramische Werkstoffe wirkungsvoll verstärkt werden. Mit ihrer Durchlichtaufnahme mit polarisiertem Licht eines Dünnschliffs zeigen Forscher des Max-Planck-Instituts für Intelligente Sys­teme(ehemals Max-Planck-Institut für Metallforschung) in Stuttgart zwei etwa gleich große Körner (weiß und blau), bei denen jeweils die Basisebene um das andere Korn herumgewachsen ist.

Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, Stuttgart

ATOMARE PERLSCHNÜRE

Wie eine Perlentreppe abwärts: Zum Eintauchen in kleinste Welten verführt diese Aufnahme. Gemacht wurde sie von Wissenschaftlern des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, um die Oberflächenstruktur der Einkristalle unter anderem mit Hilfe computergestützter theoretischer Methoden sichtbar zu machen. Die geometrische Anordnung der Atome an der Oberfläche von Einkristallen spielt eine entscheidende Rolle beim Verständnis ihrer physikalischen und chemischen Eigenschaften. Die Forscher entwickelten für ihre Untersuchungen eine spezielle Visualisierungssoftware. Für die Darstellung der obersten Schicht des Palladium-Einkristalls wurde die Oberfläche aus ästhetischen Gründen optisch stark verzerrt. Dadurch entsteht der Eindruck von gekrümmten Flächen aus Perlschnüren, die im Zentrum des Bildes ins Unendliche führen.

Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin

17.11.2011
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