„Die deutsche Buchbranche bewegt sich zurzeit in komfortablen Wachstumsbereichen“, sagt Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels: 2007 konnte der Buchmarkt zum vierten Mal in Folge mit 9,6 Milliarden Euro ein deutliches Umsatzplus verzeichnen. Mehr als 2000 Verlage geben in Deutschland Literatur heraus – darunter rund 200 große und kleinere Verlagshäuser, die auch im internationalen Lizenzgeschäft aktiv sind. Über 4400 Buchhandlungen im ganzen Land bringen die Produkte an die Leserinnen und Leser. Daneben verzeichnet der Online-Buchhandel starke Wachstumszahlen: 2007 machte der Internet-Umsatz mit Büchern in Deutschland einen Sprung von über 20 Prozent auf rund 850 Millionen Euro, was einem Umsatzanteil am Buchmarkt von knapp 9 Prozent entspricht.
Starke Lobby der Verlage und Buchhandlungen
Für die Organisation der Buchmesse in Frankfurt ist die Ausstellungs- und Messe GmbH, eine Tochter des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, verantwortlich. Ungewöhnlich ist die Struktur des Börsenvereins, der 1825 in Leipzig gegründet wurde und heute seinen Sitz in Frankfurt am Main hat: Der Börsenverein ist weltweit der einzige Verband, der alle Handelsstufen der Buchbranche unter einem Dach vereint. Ihm gehören rund 6000 Verlage, Buchhandlungen, Zwischenbuchhandel, Antiquariate und Verlagsvertreter an. Der Börsenverein verleiht jährlich einen der wichtigsten deutschen Kulturpreise, den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sowie seit 2005 den Deutschen Buchpreis für den besten deutschsprachigen Roman. Wöchentlich informiert das Magazin „Börsenblatt“ die Buchbranche in Deutschland.
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