Über acht Millionen Deutsche sind in den vergangenen vier Jahrhunderten nach Nordamerika ausgewandert. Über 50 Millionen der heute lebenden US-Amerikaner – fast 17 Prozent der gesamten US-Bevölkerung – haben deutsche Wurzeln. Damit stellen die Deutsch-Amerikaner die größte Einwanderungsgruppe der Vereinigten Staaten. Dieser gemeinsamen deutsch-amerikanischen kulturellen Geschichte widmet sich nun der Deutsche Tourismusverband mit einem neuen Projekt. “400 Jahre erste deutsche Auswanderer in Amerika – die Wurzeln der Herkunft ergründen” heißt die Kampagne, die im Sommer 2009 gestartet wurde. In den kommenden Monaten soll ein Programm entwickelt werden, dass sich speziell an US-Bürger auf Spurensuche wenden soll.
“Deutsch-Amerikaner sind besonders interessiert, die Wurzeln ihrer Herkunft zu ergründen”, erklärte Ernst Hinsken, Tourismus-Beauftragter der Bundesregierung. Gestartet wurde die Kampagne im Auswandererhaus Bremerhaven. Das “Europäische Museum des Jahres 2007” widmet sich der Auswanderungsgeschichte Deutschlands und ist bereits heute ein beliebtes Ziel für amerikanische “Heritage”-Touristen. Hier finden US-Bürger häufig Akten über ihre deutschen Verwandten, die vor Jahrhunderten oder Jahrzehnten an den Kais der Hafenstadt ein Schiff betreten haben, um ihre Reise über den Atlantik anzutreten.














