Dienstag, 22.05.2012 06:10

Aktuell

„Jugend forscht“ sucht Deutschlands beste Nachwuchstalente

Sie entwickeln aus einem Smartphone ein medizinisches Mikroskop für die Westentasche, analysieren anhand des Prinzips...weiter

© Stiftung Jugend forscht e. V.

Nachrichten

Gelähmte Frau steuert DLR-Roboterarm mit ihren Gedanken

Fast 15 Jahre lang war eine 58-Jährige US-Amerikanerin infolge eines Hirnschlages gelähmt. Mithilfe eines vom Deutschen...weiter

Schriftstellerin Felicitas Hoppe erhält den Georg-Büchner-Preis 2012

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2012 an die...weiter

Hamburg beging den 823. Hafengeburtstag -Schiffstaufe der AIDAmar

Der indische Handelsminister Anand Sharma und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz ließen die Schiffsglocke der...weiter

Aktuell

Deutschland

Mammutaufgabe Energiewende  

Wirtschaft

Anlegern gefällt Facebook nicht  

Kultur

Songs waren sein Leben ¿ zum Tod Robin Gibbs  

Veranstaltungen

Comicleben

Eine Endeckungsreise in die Welt der Superhelden: Das Museum Europäischer Kulturen in...weiter

Deutschland Veranstaltungskalender

Übersicht von Veranstaltungen und Orten:
> Veranstaltungskalender

Porträt

Grünes Talent

Der Kenianer Mike Otieno erforscht mit deutscher Unterstützung den nachhaltigen Umgang mit Stahlbeton und leistet damit...weiter

Goethe-Institut Nachrichten

Wieder zuhause: „re-turn“  

„Moorsoldaten“ – die Gedenkstätte Esterwegen  

„Die Zeit“ – Erfolg mit Qualität  

Bookmarks
| |

Interview: Farid Majari, Leiter des Goethe-Instituts in Ramallah, Palästinensische Gebiete

„Ein Erlebnisraum, in dem experimentiert werden kann"

Ein Interview mit Farid Majari, Leiter des Goethe-Instituts in Ramallah, Palästinensische Gebiete, über deutsche Kultur- und Bildungsarbeit in der Region

Farid C. Majari

Farid C. Majari leitet das Goethe-Institut in Ramallah.

Herr Majari, wie groß ist das Interesse an Deutsch in den Palästinensischen Gebieten?

Deutsch wird an sieben Schulen in kirchlicher Trägerschaft sowie als Pilotprojekt an zwei öffentlichen Schulen in Bethlehem unterrichtet. Insgesamt lernen rund 2000 Schülerinnen und Schüler Deutsch. In der arabischen Welt wird nur in Ägypten mehr Deutsch gelernt. Außerhalb der Schulen hat es Deutsch als Fremdsprache schwerer.

Welche Motivation haben Ihre Deutschkursteilnehmer?

Die Gründe, Deutsch zu lernen, sind sehr praktisch: Es geht den fast ausschließlich männlichen Kursteilnehmern darum, in Deutschland zu studieren. Dementsprechend bieten wir nur Anfängerkurse an. Die Teilnehmerzahlen unserer Kurse in Ramallah und in Gaza schwanken zwischen 200 und 400 im Jahr. Viele Kursteilnehmer kommen täglich aus der gesamten Westbank nach Ramallah, um bei uns Deutsch zu lernen, das kann wegen der israelischen Checkpoints viele Stunden in Anspruch nehmen. Im Rahmen der Partnerschulinitiative will das Goethe-Institut künftig auch in der nördlichen Westbank, etwa in Nablus, schulischen Deutschunterricht anbieten.

Welchen Stellenwert hat der Kontakt zu Deutschland für Ihr Publikum?

Das Goethe-Institut in den palästinensischen Gebieten bildet mit dem Centre culturel français hier das deutsch-französische Kulturzentrum. Obwohl Deutschland großes Ansehen genießt, erwarten unsere Besucher von uns vor allem einen bedeutsamen Beitrag zum hiesigen Kulturleben. Wir sind auch eine Art Erlebnisraum, in dem frei von gesellschaftlichen, politischen und religiösen Zwängen mit Kunst experimentiert werden kann. Wir sind auch der einzige Ort, an dem etwa Filme kritischer israelischer Künstler gezeigt werden können. Wir sind also das „etwas andere Kulturzentrum“ und zugleich einer der „main players“ in der Kulturszene. Allerdings: Unter den hiesigen Bedingungen zu arbeiten, ist nicht ganz leicht. Zu Beginn unserer Arbeit mussten viele Veranstaltungen wegen der Eskalation der Lage abgesagt werden. Gäste ins Land zu bringen oder palästinensische Partner nach Deutschland zu schicken, erfordert eine Menge an Koordination, und unsere Bemühungen sind nicht immer von Erfolg gekrönt.


Farid C. Majari
leitet seit 2002 das im Jahr 1997 gegründete Goethe-Institut in Ramallah. Von Januar 2009 an wird er in Beirut für die Arbeit des Goethe-Instituts verantwortlich sein
.

12.10.2008
Bookmarks
| |

Videos

Get the Flash Player to see this player.

HANNOVER MESSE 2012

Ostseerat

Art Cologne 2012

YouTube Deutschland Channel

Deutschland Channel YouTube

Zeitschrift DE Magazin Deutschland

PDF-Sonderausgaben

zur Übersicht