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Fast 15 Jahre lang war eine 58-Jährige US-Amerikanerin infolge eines Hirnschlages gelähmt. Mithilfe eines vom Deutschen...weiter

Schriftstellerin Felicitas Hoppe erhält den Georg-Büchner-Preis 2012

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2012 an die...weiter

Hamburg beging den 823. Hafengeburtstag -Schiffstaufe der AIDAmar

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Drei Menschen, drei Geschichten

Ein deutscher Architekt macht sich in China selbständig, eine junge chinesische Journalistin schreibt für große deutsche Zeitungen und Magazine und ein deutscher Indie-Musiker ist Pop-Star in China. Drei Geschichten zwischen Deutschland und China.

Von Martin Orth

Ole Scheeren

„Der Zauberlehrling ist nun der Meister“. So titelte der renommierte Architekturkritiker Dieter Bartetzko 2011 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Rede ist von Ole Scheeren, langjähriger Partner des Star-Architekten Rem Kohlhaas und in dieser Funktion verantwortlich für den Bau der Sendezentrale des chinesischen staatlichen Fernsehens CCTV. Ein Meisterstück, ein rasant verdrehter, zyklopischer Bügel, nach dem Pentagon das zweitgrößte Bürogebäude der Welt. Scheeren stammt aus Karlsruhe und ist Sohn eines Architekten. Als Zwanzigjähriger reist er mit dem Rucksack durch das ländliche China. Seit 2010 führt er sein eigenes Architekturbüro mit Niederlassungen in Peking, Hongkong und London. Im November 2011 präsentierte er seine Entwürfe für Angkasa Raya, einem neuen Hochhauskomplex in Kuala Lumpur/Malaysia, Der 268 Meter hohe Turm bietet eine Anzahl öffentlicher grüner Areale, die spiralenartig nach oben führen.///

Xifan Yang

„Alles, was heute wichtig ist für meine Arbeit, habe ich außerhalb der Uni gelernt.“ Das schreibt Xifan Yang 2011 im Jetzt-Magazin „Uni & Job“ der Süddeutschen Zeitung. Die Chinesin wurde 1988 in einer mittelgroßen Industriestadt in der chinesischen Provinz Hunan geboren, kam mit vier Jahren nach Deutschland und ging in Freiburg zur Schule. Anschließend studierte sie in München Psychologie. „In der Zeit, in der ich mich vor Vorlesungen und Hausarbeiten drückte, fing ich an zu schreiben, sogar für Geld, was ich bis dahin für ein Ding der Unmöglichkeit hielt.“ Nach dem 6. Semester exmatrikulierte sie sich, machte eine Ausbildung an der deutschen Journalistenschule in München und schreibt heute für renommierte deutsche Zeitungen („Süddeutsche Zeitung“) und Magazine („Stern“) über Globalisierung, Zeitgeistphänomene, Kunst, urbanes Leben – und Chinas langen Weg zur Freiheit.///

Maximilian Hecker

„Mai-Si-Mi-Lan“. So jubeln die chinesischen Fans Maximilian Hecker zu, In China ist er ein Popstar, in Deutschland wird er noch nicht einmal als Straßenmusiker erkannt. Wie kommt das? 2001 bringt Hecker sein Debütalbum „Infinite Love Songs“ heraus. Die New York Times wählt die LP unter die zehn besten des Jahres. Der Durchbruch kommt allerdings erst, als ihn das Goethe-Institut von Oktober 2003 bis März 2004 auf Welttournee schickt. Nach und nach erobert Hecker Asien. Erst Südkorea, dann Taiwan, China, Hongkong. Tausende kommen heute zu seinen Konzerten. Hecker macht ätherische Popmusik. „Ich glaube, die Leute in Asien verstehen mich.“ Eine Zeit lang hat er sogar versucht, Mandarin zu lernen. „Bisher kann ich aber nur ein paar einfache Sätze wie: ,Ich habe keine Freundin‘. Das kommt in China immer gut an.“///

07.12.2011
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