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Schriftstellerin Felicitas Hoppe erhält den Georg-Büchner-Preis 2012

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Lebendige Kunstszene und größter Galerienstandort Europas

Die Kunst liebt Berlin

Das Kunstpflaster in der Hauptstadt ist fiebrig: Rund 5000 Künstler leben und arbeiten in Berlin, 380 Galerien bringen ihre Arbeiten an die Sammler. Das ist Spitze in Europa

Fast jede zweite Arbeit auf der diesjährigen Biennale Venedig oder der Documenta in Kassel war „made in Berlin“ – das hat Werner Tammen, Chef des Landesverbandes Berliner Galerien, ausgezählt. Wie ein Magnet zieht Berlin junge Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt an. In Hinterhofateliers, umgebauten Fabriken, Garagen – überall sind neue Räume für die Kunst entstanden. Natürlich spielen die günstigen Mieten eine Rolle, aber vor allem die ganz besondere Atmosphäre der Stadt zwischen Ost und West, das pulsierende Leben, die Offenheit. Berlin spielt in der allerersten Liga der Kunstproduktion neben New York und London mit: Rund 5000 Künstler zählt die Stadt. Unter ihnen sind auch die aktuellen Stars des Kunstmarkts Norbert Bisky und Daniel Richter, der in Hamburg lebt, aber zum Malen nach Berlin kommt. Den Künstlern folgen die Galerien – in der Brunnenstraße, Zimmerstraße oder im Scheunenviertel kommen ständig neue hinzu – und schließlich auch die Sammler. Das Art Forum Berlin ist im Reigen der großen Messen für Gegenwartskunst fest etabliert und hat mit der jungen Preview Berlin schon Konkurrenz bekommen. Das Kunstpflaster in der Hauptstadt ist fiebrig, der Kunstmarkt lauert ständig auf Neues, will nichts verpassen. So sind in Berlin Karrieren wie die von Jonas Burgert immer wieder möglich: Noch vor zwei Jahren malte er seine großformatigen Bilder in einer Garage, lebte von wenigen hundert Euro – bis die Hamburger Kunsthalle während des Berliner Kunstsalons ein Bild kaufte. Die Sammler zogen nach. Heute ist Burgert top in den Galerien der Welt, sind seine Bilder Zehntausende Euro teuer. Noch ein guter Grund für Künstler, nach Berlin zu gehen.

26.11.2007
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