Fast klingt es wie eine gute Filmgeschichte: Ein Berliner Regisseur dreht einen Kurzfilm, mit niedrigem Budget, in nur fünf Tagen Drehzeit - und gewinnt damit den wichtigsten internationalen Filmpreis. Für Jochen Alexander Freydank wurde dieser Traum bei der Oscarverleihung 2009 wahr. Der deutsche Filmemacher erhielt für seine Produktion "Spielzeugland" den Oscar in der Kategorie "Short film". Die Handlung von "Spielzeugland" ist im Deutschland der Nazi-Zeit angesetzt: Als ein Junge seine Mutter danach fragt, wohin die jüdischen Nachbarn verschwinden, will sie ihn vor der Wahrheit schützen. Sie erfindet eine Notlüge. Die Menschen, erzählt sie, seien ins Spielzeugland verreist. Bis der Junge ebenfalls in dieses aufregende Land fahren möchte...
Freydank lebt in Berlin und arbeitet als freier Cutter, Regieassistent, Drehbuchautor und Regisseur von Kurz- und Werbefilmen. Mit dieser Auszeichnung knüpft Jochen Alexander Freydank an die Erfolge der vergangenen Jahre für den deutschen Kurzfilm an. Nach "Schwarzfahrer" von Pepe Danquart (1994) und "Quiero Ser" von Florian Gallenberger (2001) ist es das dritte Mal, dass der weltweit wichtigste Filmpreis in der Kategorie Kurzfilm an Deutschland geht. Mit "Kleingeld" von Marc-Andreas Bochert (2000), "Gregors größte Erfindung" von Johannes Kiefer (2002), "Die rote Jacke" von Florian Baxmeyer (2004) und "Ausreisser" von Ulrike Grote (2006) sowie "Auf der Strecke" von Reto Caffi 2009 waren darüber hinaus fünf weitere deutsche Kurzspielfilme in den vergangenen neun Jahren für den Oscar nominiert.














