Dienstag, 22.05.2012 05:10

Aktuell

„Jugend forscht“ sucht Deutschlands beste Nachwuchstalente

Sie entwickeln aus einem Smartphone ein medizinisches Mikroskop für die Westentasche, analysieren anhand des Prinzips...weiter

© Stiftung Jugend forscht e. V.

Nachrichten

Gelähmte Frau steuert DLR-Roboterarm mit ihren Gedanken

Fast 15 Jahre lang war eine 58-Jährige US-Amerikanerin infolge eines Hirnschlages gelähmt. Mithilfe eines vom Deutschen...weiter

Schriftstellerin Felicitas Hoppe erhält den Georg-Büchner-Preis 2012

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis 2012 an die...weiter

Hamburg beging den 823. Hafengeburtstag -Schiffstaufe der AIDAmar

Der indische Handelsminister Anand Sharma und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz ließen die Schiffsglocke der...weiter

Aktuell

Deutschland

Mammutaufgabe Energiewende  

Wirtschaft

Anlegern gefällt Facebook nicht  

Kultur

Songs waren sein Leben ¿ zum Tod Robin Gibbs  

Veranstaltungen

Comicleben

Eine Endeckungsreise in die Welt der Superhelden: Das Museum Europäischer Kulturen in...weiter

Deutschland Veranstaltungskalender

Übersicht von Veranstaltungen und Orten:
> Veranstaltungskalender

Porträt

Grünes Talent

Der Kenianer Mike Otieno erforscht mit deutscher Unterstützung den nachhaltigen Umgang mit Stahlbeton und leistet damit...weiter

Goethe-Institut Nachrichten

Wieder zuhause: „re-turn“  

„Moorsoldaten“ – die Gedenkstätte Esterwegen  

„Die Zeit“ – Erfolg mit Qualität  

Bookmarks
| |

60 Jahre Bundesrepublik – 20 Jahre Mauerfall

Deutschland feiert

Zwei große Jahrestage ­begeht Deutschland 2009. Teil 2: Die Achtziger bis heute

Von Janet Schayan

Die achtziger Jahre

Grüne im Bundestag

Flucht aus der DDR

Fall der Mauer

Es ist das Jahrzehnt, in dem in der Bundesrepublik Deutschland eine neue politische Kraft in Erscheinung tritt: Die Grünen, hervorgegangen aus Friedensbewegung und Umweltschützern, gründen sich 1980. Schon drei Jahre später ziehen sie zum ersten Mal in den Bundestag ein – mit Strickpulli und Sonnenblumen. Ein Kulturschock für die etablierten Parteien. Bundeskanzler ist seit 1982 Helmut Kohl (CDU). Er wurde vom Bundestag zum Regierungschef gewählt, als die FDP die sozial-liberale Koalition unter Helmut Schmidt (SPD) verließ und stattdessen eine Koalition mit der CDU/CSU schloss.

Alle innenpolitischen Ereignisse des Jahrzehnts verblassen aber vor dem Herbst seines letzten Jahres: Am 9. November 1989 fällt die Mauer in Berlin. Was die Deutschen in Ost und West kaum noch für möglich gehalten hatten, geschieht: Unter dem Druck der eigenen Bevölkerung öffnet die DDR die Übergänge in den Wes­ten. Die Zeit der deutschen Teilung geht zu Ende. Vorausgegangen sind in der DDR die Wochen der friedlichen Revolution. Die Reformen des sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow und die Demokratisierungsbewegungen in Ungarn und Polen haben eine Atmosphäre geschaffen, in der auch viele Menschen in der DDR offen ihre Unzufriedenheit mit dem Staat bekunden: durch Flucht über Ungarn und die Tschechoslowakei – und mit den Montagsdemons­trationen. Sie beginnen im September 1989 vor der Nikolaikirche in Leipzig. Beides bringt die DDR-Strukturen so stark ins Wanken, dass Erich Honecker am 18. Oktober 1989 als SED-Generalsekretär und Staatsratsvorsitzender zurücktritt.

Am Abend des 9. November verkündet Politbüromitglied Günter Schabowski dann auf einer Pressekonferenz überraschend einschneidende Reiseerleichterungen für Privatreisende, die „sofort, unverzüglich“ in Kraft treten. Tausende DDR-Bürgerinnen und -Bürger eilen noch in der Nacht an die Grenze zum Westteil der Stadt, wo die DDR-Grenzsoldaten ohne eindeutigen Befehl zahlreiche Übergänge öffnen: Die Mauer ist gefallen. Im Dezember verhandeln Repräsentanten der DDR-Bürgerbewegungen über eine ­demokratische Umgestaltung der DDR. Gleichzeitig fordern auf Demonstrationen aber immer mehr Deutsche im Osten die deutsche Einheit.

Die neunziger Jahre

Wiedervereinigung

Aufbau Ost

Berlin-Umzug

Am 18. März finden die ersten freien Volkskammerwahlen der DDR statt: Im Wahlkampf geht es vor allem um Art und Tempo der Einheit mit der Bundesrepublik. Das Wahlergebnis, ein Sieg der konservativen Allianz für Deutschland, ist ein deutliches Votum für die möglichst rasche Vereinigung und die Einführung der sozialen Marktwirtschaft. Mit der Schaffung einer Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion wird im Mai die Eingliederung der DDR in die Bundesrepublik praktisch vollzogen. Außenpolitisch führt der Weg zur deutschen Einheit über die Zustimmung der vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs: In den Zwei-plus-Vier-Gesprächen beraten die USA, die Sowjetunion, Frankreich und Großbritannien mit den beiden deutschen Staaten über die Modalitäten. Am 12. September 1990 wird der Zwei-plus-Vier-Vertrag in Moskau unterzeichnet: Das geeinte Deutschland erhält die volle Souveränität, die alliierten Hoheitsrechte enden am 3. Oktober 1990. Am gleichen Tag wird die Einheit Deutschlands mit dem Beitritt der DDR nach Paragraph 23 des Grundgesetzes vollzogen. Und im Dezember 1990 findet die erste gesamtdeutsche Bundestagswahl statt: Helmut Kohl (CDU) wird erster Bundeskanzler des wiedervereinten Deutschlands. Außenpolitisch setzt sich die Bundesrepublik intensiv für die Vertiefung der europäischen Gemeinschaft ein: 1995 gehört Deutschland zu den ersten Ländern des Schengen-Abkommens, die untereinander auf Grenzkontrollen verzichten.

Die neunziger Jahre sind von den wirtschaftlichen Folgen der Einheit und dem Aufbau Ost geprägt: Bund und Länder schließen einen Solidarpakt, um die Unterschiede aus 40 Jahren Trennung anzugleichen. Seit 1991 gibt es in Ost und West den „Solidaritätszuschlag“, eine zusätzliche Steuer, die dem Aufbau Ost zugutekommt. Berlin ist seit der Einheit die Hauptstadt Deutschlands und wird durch Bundestagsbeschluss auch Regierungssitz: 1999 ziehen Bundestag, Regierung und ein Großteil der Ministerien von Bonn nach Berlin um. Das neue Kanzleramt bezieht Gerhard Schröder (SPD): Er steht seit der Wahl 1998 an der Spitze der ersten rot-grünen Koalition auf Bundesebene.

Die 2000er-Jahre

Globalisierung

Reformen

Weltmeisterschaft

Im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends gibt es einige Anlässe, zu denen die Welt nach Deutschland blickt: Die erste Weltausstellung des Jahrhunderts findet in Hannover statt: Auf der Expo 2000 beherrschen zum ersten Mal die Themen Nachhaltigkeit und das Gleichgewicht zwischen Mensch, Natur und Technik die Präsentationen. Passend zu einem neuen Zeitalter mit neuen Koordinaten: Die Globalisierung rückt die Welt näher zusammen, ökonomisch und politisch – zum Ende des Jahrzehnts wird sie mit der weltweiten Finanzkrise auch ihre Kehrseite zeigen.

2006 versetzt die Fußball-Weltmeisterschaft das Land in fröhliche Partystimmung. Das „Sommermärchen“ verändert das Bild der Deutschen für viele im Ausland: Sie sind herzliche Gastgeber und können ausgelassen feiern. 2007 begeht die Europäische Union ihren 50. Geburtstag während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft in Berlin. In der „Berliner Erklärung“ wird an die Errungenschaften der EU und an die gemeinsamen Werte und Wurzeln der Mitgliedsstaaten erinnert. Die Gemeinschaft hat sich 2004 und 2007 um zwölf auf 27 Mitglieder vergrößert. Neu hinzugekommen sind vor allem mitteleuropäische Länder. Im selben Jahr trifft sich auch die G8 in Deutschland: Von Heiligendamm gehen neue Anstöße zum globalen Klimaschutz, zur Afrika-Politik und zur Zusammenarbeit mit Schwellenländern aus.

In der Innenpolitik setzt Bundeskanzler Gerhard Schröder an der Spitze einer Koalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen mit der „Agenda 2010“ auf Reformen des Sozialstaats und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Außenpolitisch zeigt Deutschland in den 2000er-Jahren vielfach seine Bereitschaft im Rahmen der Staatengemeinschaft umfassende internationale Verantwortung zu übernehmen, um zur Lösung von Konflikten beizutragen und die Zivilgesellschaft zu fördern. Im November 2005 wird in Deutschland zum ersten Mal eine Frau Regierungschefin: Bundeskanzlerin Angela Merkel regiert mit den Stimmen einer großen Koalition aus CDU/CSU und SPD. Vizekanzler und Außenminister ist im ausgehenden ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts der SPD-Politiker Frank-Walter Steinmeier. Der Bundestagswahl im ­September 2009 stellen sich Merkel und Steinmeier jeweils als Spitzenkandidaten ihrer Parteien.

15.04.2009
Bookmarks
| |

Videos

Get the Flash Player to see this player.

HANNOVER MESSE 2012

Ostseerat

Art Cologne 2012

YouTube Deutschland Channel

Deutschland Channel YouTube

Zeitschrift DE Magazin Deutschland

PDF-Sonderausgaben

zur Übersicht