Mit seiner transparenten Fassade aus Glas und dem großen Lichthof als Haupteingang symbolisiert das Zentrum der deutschen Außenpolitik Offenheit. Das Auswärtige Amt in Berlin versteht sich als Ort der internationalen Begegnung und des außenpolitischen Dialogs. Der historische Bau aus dem Jahr 1934, einst Sitz der Reichsbank, und ein Neubau von 1999 geben der Zentrale der deutschen Diplomatie Raum. Im Ministerium von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier laufen die Fäden der vielfältigen internationalen Kontakte Deutschlands zusammen, werden die außenpolitischen Interessen gebündelt und bei internationalen Verhandlungen vertreten, wird die deutsche Unterstützung bei Krisen weltweit koordiniert. Für außenpolitische Aufgaben wie die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 haben hier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des diplomatischen Dienstes zusammen mit dem Bundeskanzleramt erfolgreich die Weichen gestellt.
Deutschland unterhält heute zu mehr als 190 Staaten diplomatische Beziehungen. In den 228 deutschen Auslandsvertretungen – Botschaften, Generalkonsulate, Konsulate und Vertretungen bei internationalen Organisationen – arbeiten im Ausland rund 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Außenministeriums daran, die auswärtigen Beziehungen in Politik, Wirtschaft und Kultur weiter zu entwickeln und Deutschlands Ansehen als globaler Partner zu fördern. In der Berliner Zentrale des Auswärtigen Amts sind 2900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Dienste der Außenpolitik beschäftigt.
Zur Welt der Diplomatie in Berlin gehören auch Botschaften von 147 Staaten. Einige der Vertretungen liegen im traditionellen „Diplomatenviertel“ Tiergarten. Hier haben auch – weltweit einmalig – die nordischen Länder Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island 1999 einen gemeinsamen Botschaftskomplex errichtet. Unweit des Brandenburger Tores haben Frankreich und Großbritannien ihre Botschaften. 2008 wollen in diesem Geviert auch die USA einen Neubau beziehen. Eine ebenso feine Adresse hat Russlands Botschaft Unter den Linden. Historische Gründe erklären die exklusive Lage der Schweizer Botschaft. Der Botschafter residiert mitten im Regierungsviertel mit prominenter Nachbarschaft – Bundeskanzlerin Angela Merkel.














