"Peru zählt zu den Ländern mit großem Potential - gerade in der Zusammenarbeit mit Deutschland", sagte Außenminister Guido Westerwelle in Lima am Donnerstag, 16. Februar. Peru ist das zweite Land, das der Minister im Rahmen seiner Lateinamerika -Reise besucht. "Wir erleben auch hier in Peru, dass Lateinamerika wirklich ein Kontinent im Aufbruch ist", so Westerwelle.
So seien die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Peru auch vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Möglichkeiten und Potentiale geführt worden. Das Abkommen ist fertig ausgehandelt aber noch nicht in Kraft getreten. Westerwelle versicherte seinem peruanischen Amtskollegen Rafael Roncagliolo, dass er sich dafür einsetzen werde, dass die Inkraftsetzung möglichst bald erfolge.
Das Abkommen stelle einen "wichtigen Schub für die Beziehungen - auch für die Beziehungen zwischen Deutschland und Peru" dar und werde neue Dynamik entfachen. Denn: "Freier Handel schafft Wachstum, schafft Wohlstand für alle", so Westerwelle. Auch Roncagliolo bekannte sich zur Idee des Freihandels. Mit einem Inkrafttreten des Abkommen wären 25 Prozent des peruanischen Außenhandels frei.
Peru trete in der Region Südamerika - ähnlich wie Deutschland innerhalb der EU - für Integration und Solidarität ein. Roncagliolo betonte die große Übereinstimmung der Positionen beider Außenminister, beide Länder "dächten in die gleiche Richtung." Er kündigte einen Besuch des peruanischen Staatspräsidenten in Deutschland in naher Zukunft an.
"Wir wollen nicht nur aus wirtschaftlichen, sondern natürlich auch aus strategischen, politischen Interessen die Beziehungen zu Peru intensivieren", sagte er weiter. Westerwelle würdigte die Arbeit der Regierung von Staatspräsident Humala: "Auch wir sind der Überzeugung, dass Marktwirtschaft und soziale Teilhabe zusammengehören." Mit der neuen Regierung ergeben sich neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit.
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